Konnte nicht zufrieden sein mit seinem Team: TGR-Trainer Ulli Theis.
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Konnte nicht zufrieden sein mit seinem Team: TGR-Trainer Ulli Theis.

TG Rüsselsheim

Lange keinen Zugriff gehabt

Weil es der TG Rüsselsheim aktuell nicht gelingt, eine konstante Spielkultur an den Tag zu legen, verloren Handballer von Ulli Theis das vierte Spiel in fünf Wochen.

Der Gegner in der Sporthalle der Gustav-Heinemann-Schule war kein Geringerer als der starke Aufsteiger und Tabellenzweite TG Schierstein. Schon vor der Partie hatte Heimtrainer Theis das Duell als richtungweisend bezeichnet. Ohne Stammtorwart Martin Gergen, Lukas Roth, Jonas Boch und Florian Hedderich gelang dem gastgebenden Fünften in der Staffel Wiesbaden/Frankfurt aber nicht die Trendwende.

„Das Spiel ist schnell außer Kontrolle geraten“, kommentierte Theis die schwache erste Halbzeit seines Teams bei der 25:32-Niederlage. Nachdem die Rüsselsheimer bei zwei Lattentreffern zu Spielbeginn Pech hatten, hielten sich nicht mehr alle Spieler an das taktische Konzept ihres Cheftrainers. „Wir hatten eigentlich die Lehren aus dem schlechten Ende im Spiel gegen Münster II (32:32; Anmerkung der Redaktion) gezogen“, meinte der Cheftrainer, „trotzdem haben wir uns die erste Halbzeit mit undiszipliniertem Mannschaftsspiel und vielen Einzelaktionen zunichte gemacht.“ Schierstein nutzte die fehlende, taktische Disziplin beim Gegner eiskalt aus und führte nach 30 Minuten verdient mit 20:9. „Wir haben in der Abwehr keinen Zugriff auf unsere Gegenspieler bekommen“, kritisierte Theis.

Den Elf-Tore-Rückstand konnte Rüsselsheim in der zweiten Halbzeit immerhin noch verringern. „Wir haben nach dem Seitenwechsel eine hohe Bereitschaft und großen Einsatz gebracht“, fand der Übungsleiter auch lobende Worte. Weil sein Team aber auch dort im entscheidenden Moment nicht auf der Höhe war, blieb der Weg zurück in die Partie versperrt. Fünf Minuten vor Schluss hatte die TG auf 24:30 verkürzt, verpasste bei einer freien Torwurfmöglichkeit aber das 25. Tor. „Es hätte noch mal spannend werden können“, kommentierte Theis, „so aber war der Vorsprung des Gegners dann schier uneinholbar.“

Nun möchten Theis und seine Spieler das kommende spielfreie Zeit nutzen, um am 9. Dezember bei der HSG Steinbach/Kronberg/Glashütten in die Erfolgsspur zurückzufinden. awo

Rüsselsheim spielte mit: Schulze, N. Wykypiel (Tor). J. Porz, Zimmer (beide 7 Tore), L. Wykypiel, Meierhöfer, Wojtyniak, Hüttmann, Krämer (alle 2), Richter (1), Eberbach, Lühmann, Schmidt.

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