Laubfrösche quaken wieder um Trebur

Trebur. In Trebur gibt es wieder Laubfrösche. Wie der Nabu mitteilt, haben sie sich auf der Wiese hinter dem Schwimmbad angesiedelt.

Trebur. In Trebur gibt es wieder Laubfrösche. Wie der Nabu mitteilt, haben sie sich auf der Wiese hinter dem Schwimmbad angesiedelt. Damit sind die Tiere einem Projekt der Nabu-Ortsgruppe zuvorgekommen. Schon seit längerer Zeit befassen sich die Naturschützer mit dem Thema der Wiederansiedlung des Laubfrosches. „Die letzten Laubfrösche in Trebur kamen Mitte der 50-er Jahre an der Salzquelle vor“, heißt es vom Nabu. Da es inzwischen aber an geeigneten Laichgewässern mangele, habe sich die Gruppe zur Aufgabe gesetzt, diese rund um Trebur anzulegen.

Dazu hatten die Naturschützer bereits Informationen bei der Unteren Wasserbehörde eingeholt. Außerdem fuhr eine kleine Delegation nach Bingen-Gaulsheim zum dortigen Naturschutzzentrum. Dort ließ man sich zur Wiederansiedlung von Laubfröschen beraten. Bingen-Gaulsheim sei über die Grenzen hinweg bekannt dafür, Laubfrösche erfolgreich und im großen Stil in den Rheinauen angesiedelt zu haben, so der Nabu.

Alfred Kunert und Harald Divossen sollten das Projekt in Trebur leiten. Es mussten schließlich Anträge ausgearbeitet werden, um staatliche Fördergelder zu bekommen. Während des jüngsten Treffens der Naturschützer kam dann ein Anruf mit dem Hinweis, dass auf der Wiese hinter dem Schwimmbad Laubfrösche quaken würden. Keine zehn Minuten später standen fünf Nabu-Leute an besagter Stelle und lauschten dem Konzert von vier Laubfroschmännchen.

„Die Laubfrösche sind zurückgekehrt, bevor das Projekt überhaupt gestartet ist“, freute sich der Nabu. Anscheinend seien beim großen Hochwasser vor drei Jahren Kaulquappen durch den Schwarzbach aus den bestehenden Populationen vom Mönchbruch und den Nauheimer Wiesen verdriftet worden, so die Vermutung der Naturschützer. Daraus habe sich offensichtlich eine kleine Population auf der damals überschwemmten Wiese hinter dem Schwimmbad gebildet. Diese sei vom Nabu gepachtet.

Der Verein überlegt nun, an dieser Stelle einen weiteren, etwas tieferen Tümpel anzulegen, der auch bei niedrigem Wasserstand ausreichend Wasser führt, um eine Entwicklung der Kaulquappen zu gewährleisten. Eine weitere Ausbreitung garantiere das vorhandene Grabensystem. Das Laubfroschkonzert scheint also für die nächsten Jahr gesichert zu sein. red

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