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Die Fußgängerzone in der Innenstadt sei nicht mehr das, was sie früher einmal war, beklagen viele Rüsselsheimer.

Bürger sollen mitsprechen können

Wie Leben in die Innenstadt kommen soll

Die Rüsselsheimer Innenstadt muss sich wandeln – da sind sich die meisten Rüsselsheimer Bürger und Kommunalpolitiker einig. Nur in welche Richtung, da gibt es noch jede Menge Gesprächsbedarf. Eine Gesprächsreihe soll nun erste Anhaltspunkte liefern.

Die Entwicklung der Rüsselsheimer Innenstadt wird von vielen Rüsselsheimern beklagt, gar als „Niedergang“ empfunden. Doch auch wenn die Zeiten blühender Einkaufslandschaften in Städten wie Rüsselsheim gezählt zu seien scheinen, ein Wandel könnte ja auch andere Formen annehmen.

Diese auszuloten, ist Teil des Stadtgesprächs zum Thema „Handel – Wohnen – Freizeit. Welche Nutzungen machen eine Innenstadt lebendig?“, welches am Donnerstag, 12. Mai, um 19 Uhr im Kulturzentrum Rind, Mainstraße 11, beginnt.

Das Stadtgespräch ist Teil einer Reihe, mit der die Stadtverwaltung versuchen möchte, die Bürger in den Dialog zur Zukunft der Innenstadt einzubinden. Auf politischer Ebene wird bereits seit geraumer Zeit über den Wandel in der Innenstadt gesprochen. Zuletzt ist mit dem Verkauf des Löwencenters an einen privaten Investor aus dem Kreis Groß-Gerau und dem Ankauf des Karstadt-Areals durch die Stadt Schwung in die Diskussion gekommen. Eine konzeptionelle Leitlinie, an der die Entwicklung vollzogen werden könnte, gibt es aber bislang noch nicht.

Den thematischen Einstieg in das Stadtgespräch bildet ein Vortrag von Jens Imorde, Geschäftsführer der Imorde Projekt- & Kulturberatung. Das Büro mit Sitz in Münster verfüge über einen langjährigen, interdisziplinären Erfahrungsschatz zu innerstädtischen Vitalisierungsprozessen.

Neben vielen anderen Projekten betreut es seit 2003 die hessische Innenstadt-Offensive „Ab in die Mitte!“. In seinem Vortrag wird Jens Imorde an Beispielen aus anderen Städten aufzeigen, wie erfolgreich Impulse für die Belebung von Innenstädten gesetzt werden können.

Anschließend sind alle Teilnehmer der Veranstaltung eingeladen, über die Situation in Rüsselsheim zu diskutieren: Welche Nutzungen machen die Rüsselsheimer Innenstadt lebendig? Welche weiteren Potenziale für eine Belebung bestehen? Als Diskussionspartner stehen neben dem Referenten Jens Imorde auch Oberbürgermeister Patrick Burghardt (CDU) als Vertreter der Stadt Rüsselsheim am Main, Enza Manino als Vertreterin des Einzelhandels, Florian Haupt vom Rind als Vertreter des Kulturbereichs und Thomas Steininger, Prokurist der städtischen Wohnungsbaugesellschaft Gewobau, als Vertreter der Wohnungswirtschaft zur Verfügung.

Die neue Stadtgespräch-Reihe „innen::stadt“ wird von Kultur 1 2 3 gemeinsam mit dem Fachbereich Umwelt und Planung der Stadt sowie der NH ProjektStadt als Sanierungsträger und dem Büro ammon + sturm als städtebauliche Beratung für die Innenstadt veranstaltet. Drei Termine an unterschiedlichen Orten in der Innenstadt sollen dazu beitragen, den öffentlichen, von der Stadtverordnetenversammlung beschlossenen Stadtentwicklungsdiskurs vorzubereiten, den die Stadt Rüsselsheim im Sommer dieses Jahres eröffnen wird. Die weiteren Veranstaltungen finden am 22. Juni zu dem Thema „Revitalisierung – Umnutzung – Konversion. Welche Chancen bieten Altindustrieareale für die Innenstadt?“ und zum Thema „Funktion – Identität – Raum. Welche Funktion hat die Innenstadt für die Gesamtstadt?“ am 30. Juni statt. göc

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