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Legen gute Geschäftszahlen für 2015 vor: Die Direktoren Heiko Dennert, Sabine Funk und Norbert Kleinle (von links).

Kreissparkasse

„Es lief einfach gut“

Erfreuliche Nachrichten bei der Bilanzpressekonferenz der Kreissparkasse in Groß-Gerau.

Von PETER MIKOLAJCZYK

„Es lief einfach gut“ – mit dieser Feststellung umriss der Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse, Norbert Kleinle, am Freitag bei der Bilanzpressekonferenz das Geschäftsjahr 2015. Die Bilanzsumme stieg von 2,5 auf 2,75 Milliarden Euro, der Gewinn vor Steuern beträgt 32,2 Millionen Euro. „Meine Mitarbeiter haben gut gewirtschaftet, darauf bin ich stolz“, lobte Kleinle.

Die gute Geschäftsbilanz ist umso beachtlicher, weil sich die Marktbedingungen für Banken und Sparkassen verschlechtert haben. Die Niedrigzinsphase, EU-Regularien oder auch die Geschwindigkeit von Marktveränderungen seien neue Herausforderungen. Die Kundenzufriedenheit zu steigern, Mitarbeiter zu fördern und Effizienzen zu nutzen sei die geschäftspolitische Zielsetzung gewesen.

Die Direktoren Norbert Kleinle, Heiko Dennert und Sabine Funk stellten zufrieden fest: „Wir liegen im Vergleich mit den anderen hessischen Sparkassen in der Spitzengruppe.“ 34 Sparkassen gibt es im Land, Groß-Gerau liegt im Ranking auf Platz fünf und folgt damit unmittelbar auf die Bilanzgrößen aus den Großstädten.

Das Betriebsergebnis vor Bewertung (32,2 Millionen Euro) entspreche 1,18 Prozent im Verhältnis zur durchschnittlichen Bilanzsumme. An Gewerbe- und Körperschaftssteuern wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt 6,1 Millionen Euro gezahlt. Der Zinsüberschuss liege mit 67,7 Millionen Euro um 3,3 Millionen Euro über dem des Vorjahres. Der Provisionsüberschuss konnte von 16,4 auf 17,2 Millionen Euro gesteigert werden. Dabei entwickelten sich insbesondere die Provisionen aus dem Aktien- und Investmentgeschäft positiv. Die betriebswirtschaftliche Substanz der Kreissparkasse bezeichnete Kleinle als weiterhin stabil. Die Sparkasse verfüge über eine sehr gute Risikotragfähigkeit, Liquidität und Eigenkapitalkennziffern. Sie betragen mit 18,7 Prozent mehr als aufsichtsrechtlich gefordert.

Besonders beeindruckend, so Heiko Dennert, sei die Bilanz bei den Neuausleihungen. Diese stiegen im letzten Geschäftsjahr um 40,4 Prozent auf ein Volumen von 545,6 Millionen Euro. „Es besteht nach wie vor bei den Privatkunden wie auch im gewerblichen Bereich eine hohe Nachfrage, und wir bieten die passenden Lösungen dazu an“, sagte Dennert. Die Volumina verteilten sich fast zu gleichen Teilen auf das Privatkundengeschäft und Firmenkunden.

Das damit verbundene ungebrochene Interesse an Immobilien aller Art werde durch die S-Immobilien GmbH erfolgreich abgedeckt.“ Letztes Jahr wurden bereits drei neue Objekte mit 100 Einheiten akquiriert.

Gute Umfragewerte habe die Sparkasse für ihr Sparkassen-Finanzkonzept von Kunden erhalten. Finanzplanung sei gleichzeitig Lebensplanung. Um hier Zeichen setzen zu können, habe der TÜV Rheinland die Beratung im Vermögens-Center auf Herz und Nieren geprüft. Die Zertifizierung sei erfolgreich abgeschlossen worden.

Die Ersparnisbildung belief sich Ende 2015 auf ein Volumen von 97,5 Millionen Euro. Durch das Niedrigzinsumfeld haben erneut strukturierte Aktienanlagen oder Investmentfonds an Attraktivität gewonnen. Insgesamt belaufen sich die Kundeneinlagen auf 2130 Millionen Euro. Die Girokontenanzahl stieg von 112 800 auf 114 900 Stück.

675 Mitarbeiter sind bei der Sparkasse beschäftigt, davon 267 Teilzeitkräfte. Darin enthalten sind 51 Auszubildende und zwei Studenten (dualer Studiengang). Im Online-Bereich seien zahlreiche Neuerungen aufgestellt worden, so zum Beispiel verschiedene Services, die die Verwaltung der eigenen Finanzen oder des Wertpapierdepots erleichtern.

„Ein verlässlicher Partner für unsere Privatkunden und für unseren Mittelstand zu sein“, bleibe auch 2016 das Ziel des Vorstandes. Im Einzelnen stehen verschiedene Umbauprojekte von Geschäftsstellen an, wie aktuell in Rüsselsheim oder Kelsterbach.

Zur Ausrichtung auf veränderte Marktgegebenheiten werden ab 1. März 2016 die Öffnungszeiten verändert. Dies sei eine Antwort auf das geänderte Kundenverhalten. Es wird Wert darauf gelegt, dass zwischen Service- und Beratungszeiten unterschieden wird. Die Verschiebung findet zugunsten der Beratung statt, die nun flexibler und umfassender angeboten werden kann. Nach Terminvereinbarung wird die Beratung bis 19 Uhr unabhängig von den Öffnungszeiten angeboten.

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