Durch den Schulsanitätsdienst an der IKS konnten die Malteser fünf neue Mitglieder für ihre Jugendgruppe gewinnen.
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Durch den Schulsanitätsdienst an der IKS konnten die Malteser fünf neue Mitglieder für ihre Jugendgruppe gewinnen.

Hilfsorganisation

Malteser bilden Jugendliche an Immanuel-Kant-Schule aus

Seit eineinhalb Jahren betreuen die Malteser Rüsselsheim den Schulsanitätsdienst der Immanuel-Kant-Schule. Dadurch konnten sie fünf neue Mitglieder für ihre Jugendgruppe gewinnen.

Zusammen Spaß haben, sich austauschen und gemeinsam Dinge unternehmen. Das sei das Kernstück der Jugendgruppe der Malteser Rüsselsheim, sagt Danny Schlegel, Stadtbeauftragter der Hilfsorganisation. Die Jugendgruppe trifft sich einmal im Monat unter der Leitung von Stefan Fink zu gemeinsamen Unternehmungen. Natürlich lernen die zwölf Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 25 Jahren auch den vollen Betrieb der Malteser kennen und durchlaufen das Ausbildungsprogramm.

„Bis 16 Jahre können die Jugendlichen nach Bestehen der Grundausbildung noch nicht bei allen Einsätzen dabei sein. Ab 16 werden sie jedoch voll in die Einsatzabteilung integriert“, erklärt Danny Schlegel. Bis vor etwa eineinhalb Jahren war die Zahl der Jugendlichen bei den Maltesern in Rüsselsheim noch niedrig. Die Idee: ein Sanitätsdienst an der Immanuel-Kant-Schule, um das Interesse der Jugendlichen zu wecken. Es habe schon einmal einen derartigen Dienst an dem Gymnasium gegeben, so Schlegel. Die Aktivität sei aber eingeschlafen. „Wir sind jedoch immer mit der Schule im Gespräch geblieben. Vor etwa zwei Jahren kam ein Lehrer, der selbst als Rettungssanitäter aktiv war, auf uns zu.“

So hätten die Malteser damit begonnen, fünf interessierte Schüler sechs Monate lang auszubilden. „Seit dem Abschluss der Ausbildung wird der Schulsanitätsdienst von besagtem Lehrer betreut. Wir stehen jedoch bei Fragen jederzeit zur Verfügung“, sagt der Stadtbeauftragte.

Als positiven Nebeneffekt hätten die Malteser die Schüler des Gymnasiums als neue Mitglieder gewinnen können. „So hat sich unsere Jugendgruppe auf zwölf Mitglieder erhöht“, erzählt er. Natürlich gebe es immer mal Veränderung. „Viele Jugendliche kommen aufgrund von Mundpropaganda zu uns, weil ein Freund oder eine Freundin bei uns Mitglied ist. Die jugendlichen Mitglieder fungieren als Multiplikatoren. Wenn es den neuen Kids nach einigen Treffen gefällt, bleiben sie dabei. Oder sie merken, dass es doch nichts für sie ist.“

Die Jugendarbeit laufe zudem viel über die Facebook-Seite der Malteser. „Wir posten regelmäßig unsere Veranstaltungen und informieren über Neuigkeiten.“ Wichtig sei für die Hilfsorganisation auch die eigene Darstellung beim Rüsselsheimer Rescue Day, der alle zwei Jahre stattfindet. Aufgrund des Hessentags in diesem Jahr sei der Rescue Day durch den „Platz der Hilfsorganisationen“ auf dem Hessentag ersetzt worden. „Nachwuchs kann man bei solchen Veranstaltungen nur selten gewinnen“, sagt Schlegel. „Wir würden uns über weitere Mitglieder im Jugendbereich freuen. Die ehrenamtliche Arbeit ist spannend und abwechslungsreich“, meint der Stadtbeauftragte. „Wir haben hier in Rüsselsheim als Besonderheit den Fachbereich Dekontamination. Zwar dürfen hierbei im Notfall nur ausgebildete Erwachsene in den Einsatz. Die Jugendlichen können die Anzüge jedoch ausprobieren und lernen alles Wichtige über chemische oder biologische Unfälle, Tropenkrankheiten und hoch ansteckende Erkrankungen.“ Auch die Erwachsenenabteilung brauche dringend neue Mitglieder.

Schlegel wird am kommenden Samstag ab 10 Uhr alle Informationen über die Hilfsorganisation und deren Einsatz beim Hessentag anhand eines Jahresrückblicks zusammenfassen. Dabei werden Vertreter der Stadt und aller Hilfsorganisationen aus dem Kreis anwesend sein. Es sei die erste Veranstaltung dieser Art für die Malteser.

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