Sie überzeugen sich vom Baufortschritt der Kita Essener Straße: Gewobau-Geschäftsführer Torsten Regenstein, Petra Neumüller, Referentin für Grundsatzfragen, Bürgermeister Dennis Grieser und Projektleiter Joshua Hensel (v.l.) FOTO: Ittmann
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Sie überzeugen sich vom Baufortschritt der Kita Essener Straße: Gewobau-Geschäftsführer Torsten Regenstein, Petra Neumüller, Referentin für Grundsatzfragen, Bürgermeister Dennis Grieser und Projektleiter Joshua Hensel (v.l.)

Betreuung

Mehr Kita-Plätze im Berliner Viertel

  • Dorothea Ittmann
    VonDorothea Ittmann
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Gruppen beziehen voraussichtlich im Januar 2022 das Gebäude

Rüsselsheim -Die Bauarbeiten für die Kindertagesstätte Essener Straße sind in wenigen Wochen abgeschlossen. Acht Monate sind seit Beginn der Rohbauarbeiten für die neue viergruppige Ü 3-Kita im Berliner Viertel vergangen. Der Zeitplan wird eingehalten, ist Gewobau-Geschäftsführer Torsten Regenstein erfreut über den raschen Fortschritt. Am 1. November soll die offizielle Schlüsselübergabe sein.

Bevor es so weit ist, werfen Torsten Regenstein, Bürgermeister und Sozialdezernent Dennis Grieser (Grüne) und Petra Neumüller, Referentin für Grundsatzfragen im Dezernat II, einen Blick in die Einrichtung. Projektleiter Joshua Hensel führt durch die Räumlichkeiten. Bei der Kita handele es sich um die vierte Betreuungseinrichtung im Berliner Viertel, weiß der Bürgermeister zu berichten. Neben dem Städtischen Kindergarten in der Godesberger Straße, der Naturgruppe Kita Karlsbader Straße und der Interims-Kita in der Danziger Anlage kommt nun bald die Kita Essener Straße hinzu. Damit dürfte der Bedarf an Betreuungsplätzen im Viertel gedeckt sein, meint Petra Neumüller.

In Modulbauweise errichtet

Die Kindertagesstätte wurde in Modulbauweise errichtet, was die Bauzeit gegenüber der herkömmlichen Massivbauweise verringert habe, so Regenstein. Kostengünstiger sei diese Variante jedoch kaum. Rund vier Millionen Euro kostet das Projekt, das von der städtischen Wohnungsbaugesellschaft Gewobau gestemmt wird. Etwa eine Million Euro stammen aus dem Fördertopf des Landes.

Auf dem rund 1700 Quadratmeter großen Grundstück an der Ecke Berliner Straße/Bonner Straße steht nun ein zweigeschossiger Bau mit Flachdach, der vier Kita-Gruppen Platz bietet. Eingehalten wird der KfW-55-Standard mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe und Photovoltaik-Anlage.

Die Fassade ist mit vertikaler Holzverschalung versehen, weshalb sich das Gebäude sehr gut in die Umgebung einfüge, findet Regenstein. Obgleich die Gewobau vor Baubeginn im Januar 15 Bäume fällen ließ, wird der Außenbereich von mehreren hochgewachsenen Bäumen beschattet, weshalb die Anlage an eine Parklandschaft erinnere.

Die Innenräume sind mit großen Fenstern versehen, die ausreichend Licht hereinlassen. Manches Fenster ist mit einer Sitzbank bestückt. Die Planer haben an einen Windfang im Eingangsbereich und eine Matschschleuse gedacht, die die Außenanlage mit dem Hausflur verbindet und in der die Kinder dreckige Schuhe und Kleidung beim Betreten der Räumlichkeiten ausziehen können. Durch das Erdgeschoss führt ein langgezogener Flur mit Garderoben für bis zu 80 Kinder. Von dort gehen zwei der vier Gruppenräume ab, einer mit Zugang zur noch zu errichtenden Terrasse. An die Gruppenräume schließen sich kleinere Neben- und Mehrzweckräume an. Am Ende des Flurs öffnet sich die Tür zum Bewegungsraum. Eine Sprossenwand soll auf der linken Seite installiert werden, in der schallgedämmten Decke ist eine Metallschiene mit Karabinerhaken versehen. "Daran kann zum Beispiel ein Hängesessel oder ein Sandsack befestigt werden", erläutert Hensel den vielseitigen Gebrauch. In einem daran angeschlossenen Nebenraum werden später einmal Matten und Spielzeug gelagert. Auf beiden mit einem Aufzug verbundenen Stockwerken gibt es Kindertoiletten. Im Obergeschoss befinden sich zwei weitere Gruppenräume, ein Personalraum und die Küche, die mit allem ausgestattet ist, was ein Küchenchef begehrt. Ein Großteil der Verpflegung werde zwar geliefert, was jedoch nicht ausschließe, dass die Erzieher mit den Kindern die ein oder andere Mahlzeit zubereiten, sagt Neumüller.

Im Januar 2022 könnten voraussichtlich die Kinder aus dem Interim in der Danziger Anlage in die neue Kita umziehen, schätzt die Referentin. Mit dem 14-köpfigen Personal und zurzeit 74 drei- bis sechsjährigen Kindern wäre die Einrichtung in der Essener Straße schon fast vollständig belegt. In einem nächsten Schritt werde neues Personal für die Danziger Anlage gesucht, um das Provisorium so schnell wie möglich mit neuen Gruppen zu füllen. Anfragen lägen bereits vor.

Kletterturm für die Spielanlage

Über eine Glastür betreten die Besucher die Fluchttreppe, die wie ein vorgesetzter Balkon an der Fassade entlang läuft und über Treppenstufen in den Außenbereich führt. Der zur Essener Straße hin liegende Spielbereich soll laut Joshua Hensel mit einem Kletterturm, Sand- und Nassspielbereich ausgestattet werden.

Acht Parkplätze werden für das Personal hergerichtet. Die Zufahrt erfolgt über die Essener Straße, woher die Kita auch ihren Namen hat. Bisher war sie als Kindertagesstätte an der Ecke Berliner Straße/Bonner Straße bekannt. Das soll sich nun ändern. dit

Die Küche ist bereits fertig eingerichtet.
Projektleiter Hensel (rechts) zeigt den Bewegungsraum.

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