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Steht hier bald ein Blitzer? Derzeit wird überprüft, ob auf dem Marktplatz eine solche Anlage installiert werden kann. Montage: FNP DuP

Verkehrsänderungen rund um den Marktplatz geplant

Mehr Sicherheit in der Rüsselsheimer Innenstadt

Noch wird in der Frankfurter Straße kräftig gebaut. Spätestens nach dem Hessentag soll die Baustelle abgeschlossen sein. Es wird dann verschiedene Veränderungen in der Verkehrsführung geben.

So richtig viel geht da momentan nicht: Auf der Frankfurter Straße staut sich der Verkehr, am Friedensplatz drücken sich die Fußgänger an Sicherheitszäunen und Baulampen vorbei. Ein Geduldsspiel für Radfahrer, Spaziergänger und Autofahrer – und vielleicht ist Susanne Junginger die einzige Person, die der Situation derzeit etwas Positives abgewinnen kann: „Wenn die Leute vor meinem Geschäft im Stau stehen, dann können sie immerhin in mein Schaufenster blicken“, sagt sie. Aber, na ja, froh ist sie dann doch auch, wenn diese ganze Baustellen-Geschichte einmal ein Ende gefunden haben wird – doch bis zum Hessentag wird das vermutlich noch dauern.

Sind die Umbau-Maßnahmen in der Innenstadt einmal abgeschlossen, werden neue Parkregelungen, Verkehrsführungen und Sicherheitsmaßnahmen in der Rüsselsheimer Innenstadt in Kraft treten. Die Stadt hat nun einige dieser angedachten Veränderungen vorgestellt. So werde derzeit etwa geprüft, ob auf Höhe des Marktplatzes eine Tempoüberwachungsanlage installiert werden könne. Hintergrund dieser Überlegung ist ein Antrag des Vierer-Bündnisses aus SPD, WsR, Grünen und Linke / Liste Solidarität.

Klar ist allerdings schon jetzt, dass ein neues Tempolimit auf der Frankfurter Straße zwischen Kreuzung Ludwigstraße und Friedensplatz kommen wird. Motorisierte Fahrzeuge dürfen hier ab Fertigstellung der Baumaßnahmen nur noch mit einer Geschwindigkeit von 30 Kilometern pro Stunde fahren. Zudem verfolgt die Stadt den Plan, den Durchgangsverkehr in der Innenstadt zu minimieren. Dies soll etwa durch die Wegnahme von Verkehrsschildern erfolgen. So ist die Rede davon, beispielsweise auf Hinweisschilder für Autobahn-Zufahrten zu verzichten. Die Stadt gibt das Motto aus: „So wenig Beschilderung wie möglich, so viel Beschilderung wie notwendig.“

In diesem Bereich wird von den Planern außerdem eine Verbesserung der Radwegesituation angestrebt: Geplant ist ein Schutzstreifen für Radfahrer in beiden Richtungen.

Für einen gewissen Unmut sorgt in der Opelstadt seit einiger Zeit das Thema Parken. Insbesondere das wilde Parken in der Mainzer Straße nervt die Rüsselsheimer. Dem Parkdruck, der derzeit in der Stadt herrscht, will die Stadt nun entgegenwirken. So sollen an der Frankfurter Straße zwischen Friedensplatz und Taunusstraße 15 neue Kurzzeitparkplätze eingerichtet werden. Zudem schwebt der Stadt die Schaffung von fünf zusätzlichen Flächen in der Mainstraße vor. Tickets dafür gibt es dann an den bereits installierten Parkautomaten.

Auch heißt es aus dem Rathaus: „Die Mainstraße wird zwischen Marktplatz und Zufahrt zu Hausnummer 3 zur Einbahnstraße, Radverkehr darf auch in Gegenrichtung fahren.“ Noch geprüft wird derzeit von Experten, ob nach der Fertigstellung des Hotels am Mainblock auch dieser Teil der Mainstraße Einbahnstraße in Richtung Main werden soll. Fußgängerampeln sollen auch überprüft werden: Eine wird auf der Höhe des „Haus der Senioren“ installiert, die andere soll nach dem Hessentag den Zebrastreifen am Friedensplatz ersetzen.

Für die Stadt liegen die Vorteile dieser neuen Verkehrsführung auf der Hand: „Sichere Führung der Radfahrer“, heißt es etwa. Dazu: „Übersichtlichere wegweisende Beschilderung und behindertengerechte Bushaltestellen.“

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