Sportförderung

Mehr Unterstützung für die Rüsselsheimer Vereine

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Die Haushaltslage der Stadt hat die Sportvereine arg gebeutelt, Fördergeld konnte im vergangenen Jahr nicht ausgezahlt werden. Doch Besserung ist in Sicht. Es gibt Bestrebungen, die Sportförderung auf solidere Füße zu stellen.

Die Rüsselsheimer Sportvereine könnten aus der Debatte um die angekündigte Einführung einer Nutzungsgebühr für das neue Hallenbad sowie die Großsporthalle mit einem blauen Auge davonkommen. Mehr noch: Möglicherweise wird im Zuge der Debatte sogar die Sportförderung der Stadt auf neue Füße gestellt und ausgeweitet.

Dies zumindest ist die Intention von Oberbürgermeister Udo Bausch (parteilos), die zumindest von Teilen des Parlaments mitgetragen werden dürfte. Das zeichnete sich während der jüngsten Sitzung des Kultur-, Schul- und Sportausschusses der Stadtverordneten ab.

Die nutzten Peter Kreuzer, Vorsitzender des Rüsselsheimer Sportbunds, sowie eine Vertreterin des Rüsselsheimer Schwimm-Clubs, um auf die Probleme, die für die Vereine mit der Einführung einer Nutzungsgebühr für die Sportstätten entstehen, aufmerksam zu machen. Kreuzer warnte zudem: Sollten Vereine, die durch die Nutzungsgebühr belastet werden, wie angekündigt anderweitig durch eine zusätzliche Förderung unterstützt werden, dürfe dies nicht zulasten des generellen Fördertopfs für die gesamte Vereinslandschaft geschehen.

Der sieht derzeit eine jährliche Förderung der Sportvereine von rund 99 000 Euro vor – als freiwillige Leistung der Stadt. Aufgrund der Haushaltslage der Stadt konnte deshalb die Förderung für das vergangene Jahr nicht ausgezahlt werden. „Wenn das so weitergeht, wie sollen die Vereine denn dann entlastet werden“, skizzierte Kreuzer die Problemlage. Unterstützung erhielt er vom neuen Oberbürgermeister Udo Bausch. „99 000 Euro sind zu wenig Förderung für die Sportvereine. Wir müssen mit der Aufsichtsbehörde sprechen, wie wir daran etwas ändern, wie wir die Situation verbessern können“, sprang der Rathauschef den Vereinen zur Seite.

Zudem hat die SPD angekündigt, einen Antrag zu der Thematik einbringen zu wollen. Die Sozialdemokraten wollen fordern, dass die Sportförderung gewährleistet, erhalten und verbessert wird.

Dafür soll die Stadt prüfen, wie die Sportvereine im Hinblick auf die derzeitige finanzielle Situation der Stadt in die Lage versetzt werden können, „ihre vielfältigen Aufgaben des Breitensports, der Inklusion und Integration, der Jugendförderung und gegebenenfalls im Spitzensport zu bewältigen“. Wie auch zuvor schon Kreuzer verweist die SPD auf die hessische Verfassung, nach der der Sport einen besonderen Schutz genießt.

Findet der Antrag der SPD eine Mehrheit, könnte dies dazu führen, dass in Sachen Sportförderung neue Wege eingeschlagen werden und die Auszahlung von Fördermitteln künftig nicht mehr als freiwillige Leistung definiert – und damit unsicher – wäre.

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