Ernst Erdmann
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Ernst Erdmann

Vortrag über historische Keller

Wie die Menschen ohne Kühlschrank ihr Obst und Gemüse lagerten

Als es noch keinen Strom und damit keine Kühlschränke gab, mussten sich die Menschen etwas einfallen lassen, um Obst, Gemüse, Wurst und Fleisch zu lagern.

Als es noch keinen Strom und damit keine Kühlschränke gab, mussten sich die Menschen etwas einfallen lassen, um Obst, Gemüse, Wurst und Fleisch zu lagern. Wer es sich leisten konnte, ließ unter seinem Haus einen großen Tonnengewölbekeller anlegen. Auch in den warmen Monaten war es hier deutlich kälter als draußen. In Trebur nutzten die Menschen ebenfalls diese Art der Keller, um Lebensmittel zu lagern.

Rund 80 solcher alten Keller gibt es noch heute in Alt-Trebur. Sie haben, da unter der Erdoberfläche liegend, so manchen Brand und Abriss der darüber stehenden Gebäude überstanden. Besichtigen kann man sie freilich nicht, da es sich um Privatanwesen handelt.

Aber vor knapp 20 Jahren hat sich Ernst Erdmann daran gemacht, die historischen Gewölbekeller von Alt-Trebur zu erfassen und zu fotografieren. Der historisch interessierte Erdmann – inzwischen ist er 88 Jahre alt – hat die Dias von damals wieder herausgekramt und hält am Donnerstag, 2. November, im „Café Wunderbar“ einen Vortrag über die historischen Keller von Alt-Trebur.

„Ein solcher alter Keller befindet sich beispielsweise unter dem Alten Rathaus“, verriet der frühere Opelaner schon einmal. Was er jedoch bedauert: „In keinem Keller, den ich mir damals anschauen durfte, war herauszufinden, wann er angelegt wurde.“ Doch wenn Erdmann mit seinem Vortrag beginnt, dauert es meist nicht lange, bis die ersten Zuhörer selbst zu erzählen beginnen. Meist entsteht schnell eine angeregte Unterhaltung. Auch beim anstehenden Vortrag über die Keller kann man sicher sein, dass viele ergänzende Informationen aus dem Auditorium kommen werden.

Ernst Erdmann und seine Vorträge über historische Themen sind in Trebur bekannt. Und was ebenfalls seinen Charme hat: Erdmann hält noch einen klassischen Diavortrag, ganz ohne Computer und technisch-digitalen Schnickschnack. Erdmann kam in Trebur zur Welt, ist hier aufgewachsen. Im vergangenen Jahr begeisterte er mit seinem Vortrag „Trebur, wie es früher einmal war“ ebenfalls im „Café Wunderbar“.

Erdmanns Vortrag am 2. November im „Café Wunderbar“ beginnt um 15.30 Uhr. Bereits ab 15 Uhr gibt es Kaffee und Kuchen.

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