Im Neubau der Parkschule an der Frankfurter Straße wird bei den Umbauarbeiten die Mensa erweitert. Archiv: Preusser
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Im Neubau der Parkschule an der Frankfurter Straße wird bei den Umbauarbeiten die Mensa erweitert. Archiv: Preusser

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15 Millionen soll der Umbau der Parkschule kosten

  • Stella Lorenz
    vonStella Lorenz
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Der Bedarf ist groß, jetzt soll es bald los gehen. Aus der Parkschule soll eine Grundschule werden. Das kostet viel Geld und Aufwand. Viele Stadtverordnete sehen dem Projekt aber wohlwollend entgegen

Rüsselsheim-Zwischen 2021 und 2024 soll aus der Parkschule eine Grundschule werden - und seit vergangener Woche ist klar, wie das weitere Vorgehen aussieht. Unter anderem werden die vorhandenen Gebäude modernisiert, barrierefrei gestaltet und saniert. Im Kultur-, Schul- und Sportausschuss stieß das bei den Stadtverordneten auf Wohlwollen.

Jo Dreiseitel (Grüne) bedankte sich beim Magistrat für die entsprechende Vorlage. Die Umsetzungsvorschläge, so Dreiseitel, seien sehr konkret und erfüllten nicht nur den Anspruch für die benötigten Schülerkapazitäten, sondern berücksichtigten auch noch die Integration des Medienentwicklungsplanes, der Barrierefreiheit und der Inklusion. "Es ist sehr wichtig, dass die Jahrhunderte alte Parkschule ertüchtigt wird", so der Stadtverordnete weiter.

Vorausschauend planen

Er bat allerdings auch darum, sich angesichts der Umbaumaßnahmen und der damit verbundenen Nutzungseinschränkungen der Sporthalle und des Gymnastikraumes der Schule frühzeitig nach Ausweichmöglichkeiten umzusehen. Der Schulbetrieb soll nämlich laut Beschlussvorlage bereits während der Umbauarbeiten aufgenommen werden.

Auch Brigitte Rücker (Linke/Liste Solidarität) begrüßte den Vorschlag und wollte wissen, inwieweit sich die geplanten Inklusionsräume von gewöhnlichen Klassenräumen unterscheiden. Antwort wusste Petra Neumüller, Referentin für Grundsatzfragen.

"Man braucht besondere Räume, um Kinder mit besonderem Förderungsbedarf zu unterrichten", so Neumüller. Es müsse beispielsweise die Möglichkeit geben, dass jene Kinder zum Beispiel mit ihren Assistenten den Inklusionsraum aufsuchen, um dort kurzzeitig zu arbeiten.

Rückers Frage nach der Notwendigkeit gleich dreier Aufzüge in den Gebäuden wusste sie ebenfalls zu beantworten: Auch die Stadt sei darüber erst einmal verwundert gewesen, allerdings ließe sich mit weniger Aufzügen das Gelände nicht komplett barrierefrei erschließen.

Außenbild soll erhalten werden

Verwundert zeigte sich Rücker außerdem über die Gesamtkosten von 15 Millionen Euro. "Da schluckt man", sagte die Stadtverordnete. Neumüller verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass es sich hierbei zunächst um eine Schätzung handelt.

Christian Torsten Otto (FDP) vergewisserte sich, dass der Denkmalschutz in die Planung einbezogen ist. "Das Gebäude ist Stadtbild-prägend", so Otto. Auch hier wusste Neumüller zu beruhigen: Das äußere Erscheinungsbild bleibe erhalten, der Denkmalschutz sei beteiligt. "Es geht vorrangig darum, innen wie außen Barrierefreiheit herzustellen."

Die Vorlage erhielt im Ausschuss von allen Mitgliedern die Zustimmung.

Lob gab es auch von Schulelternbeirat Roland Lobenstein, der sich vor allem auch über die Entlastung der Grundschule Innenstadt freute. "Eine sehr gute Wendung", zeigte er sich zufrieden. Von Stella Lorenz

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