"So klingt Nauheim"

Mimi Poulakis komponiert das Hessentaglied: Jeder kann mitmachen

Individuell und doch für jedermann ist das neue Projekt zum Hessentag vom Nauheimer Musikproduzenten.

Wie klingt die Musikgemeinde? Mimi Poulakis, ortsbekannter Musiker und Inhaber eines Tonstudios, will gemeinsam mit dem kommunalen Kulturamt die Antwort geben oder besser: komponieren. Als Basis dienen ihm Töne, die ihm Musikbegeisterte nun per E-Mail schicken sollen.

Wer möchte, kann sich kostenlos und ohne weitere Verpflichtungen an dem Projekt „So klingt Nauheim“ beteiligen. Was zu tun ist, hat der 58 Jahre alte Musikmacher Mimi Poulakis auf der Internetseite erläutert. Mit Bürgermeister Jan Fischer (CDU) und Ingrid Rotter vom Kulturamt stellte er das Projekt vor.

Maximal 15 Sekunden

Was dabei herauskomme, sei völlig offen, sagt Poulakis. Es gehe darum, dass die Teilnehmer ihm einen Ton von maximal 15 Sekunden Länge zusenden. Aus den Tönen, die am häufigsten bei ihm eintreffen, werde er dann ein Musikstück arrangieren. „Das kann wohlklingend oder punkig sein“, freut er sich auf das auch für ihn neue Experiment.

Die Zusendungen sollten allerdings Töne sein, keine Geräusche und auch keine Akkorde, merkt Poulakis an. Nutzen könnten die Teilnehmer ein Instrument eine Solostimme oder den Klang eines Chores. Wie geht das? Ein Ton kann heutzutage einfach mit dem Handy aufgenommen und dann verschickt werden, erklärt er. Bürgermeister Fischer lobte das niederschwellige Angebot, an dem sich jeder beteiligen kann.

Auf die Idee sei er bei einem Gespräch mit Ingrid Rotter gekommen, als es darum ging, welchen Beitrag die Musikgemeinde beim Hessentag in Rüsselsheim liefert, erklärte Poulakis, der in den 80er Jahren unter anderem für die Frankfurter Kultgruppe Flatsch und Badesalz tätig war. Verdienen wolle er an der Sache nichts. Es gehe ihm um den Spaß und den Reiz, etwas Neues auszuprobieren. „Wenn es ein Hit wird, sind wir einfach dankbar“, sagte er.

Kein Urheberrecht

Pünktlich zum Hessentag soll seine Komposition fertig sein und zum kostenlosen Download zur Verfügung stehen. Ob das Projekt Vorbild für andere Orte wird, könne heute niemand sagen. Auf jeden Fall stehe es der Musikgemeinde gut, von sich sagen zu können „So klingt Nauheim“, findet der Bürgermeister. Urheberrechtlich sind keine Probleme zu erwarten, denn an einem einzelnen Ton hat niemand ein Recht.

Bis zum 15. Mai sollten die Töne bei Mimi Poulakis eingehen. Wer mitmachen will, schickt seinen Ton an die E-Mail-Adresse info@so-klingt-nauheim.de.

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