Land gibt Empfehlungen für künftige Hessentage

Minister kritisiert Rüsselsheim wegen Kollegah bei Rap-Night

Dachte man, es sei nun Ruhe in die Diskussion um die umstrittene Rap-Night beim Hessentag eingekehrt, da formuliert ausgerechnet Staatskanzlei-Chef Axel Wintermeyer von der CDU noch einmal scharfe Kritik an der Künstler-Auswahl. In einem Interview mit dem Hessischen Rundfunk sagte er: „Der Auftritt von Kollegah war und ist umstritten. Es ist im Interesse der hessischen Landesregierung, einen Hessentag für alle auszurichten.

Dachte man, es sei nun Ruhe in die Diskussion um die umstrittene Rap-Night beim Hessentag eingekehrt, da formuliert ausgerechnet Staatskanzlei-Chef Axel Wintermeyer von der CDU noch einmal scharfe Kritik an der Künstler-Auswahl.

In einem Interview mit dem Hessischen Rundfunk sagte er: „Der Auftritt von Kollegah war und ist umstritten. Es ist im Interesse der hessischen Landesregierung, einen Hessentag für alle auszurichten.

Die hessische Landesregierung ist deshalb der Auffassung, dass indizierte, diskriminierende, frauenfeindliche oder ansonsten menschenverachtende Texte nicht auf den Hessentag gehören.“ Eine entsprechende Vorgabe werde in das „Informationshandbuch für zukünftige Hessentagsstädte“ aufgenommen. Zudem würden auch die nächsten Hessentagsstädte Korbach und Bad Hersfeld darüber in Kenntnis gesetzt, dass „solche Künstler auf Hessentagen nach unserem Dafürhalten nicht auftreten sollten“, so der Staatsminister.

Im vergangenen November waren die Wellen in Rüsselsheim hoch geschlagen: Nachdem die Stadt den Auftritt von Kollegah und anderen umstrittenen Rappern bekanntgegeben hatte, stoppte der Magistrat den Kartenvorverkauf.

Oberbürgermeister Patrick Burghardt (CDU) hatte sich für die Durchführung des Konzerts starkgemacht. Nach der Kritik von Wintermeyer sagte er, dass er die Entscheidung noch immer für richtig halte und sie auch wieder so treffen würde.

Christian Vogt, Chef der Rüsselsheimer Grünen, erklärte, dass er das Hauptproblem in der unzureichenden Vorbereitung der Entscheidungsträger sieht. „Als ehrenamtlicher Stadtverordneter kann man da nicht auch noch privat recherchieren“, sagte er. Vogt stimmte für die Durchführung des Konzertes. „Mit dem Wissen allerdings, das ich heute habe, würde ich so nicht mehr abstimmen“, gesteht er ein.    

(göc/cp)  

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