Logistikzentrum

Auf dem Mönchhofgelände entstehen drei Hekta Lagerhalle

Das Unternehmen Group 7 baut im Osten des Mönchhofgeländes ein Logistikzentrum. Es investiert 27 Millionen Euro.

Die Walzen rollen auf der 41 000 Quadratmeter großen Fläche an der Donaustraße / Ecke Spreestraße über die aufgeweichte Oberfläche und stabilisieren den Boden. Auf dem Baugrund werden auch schon Fundamente gegossen. Unterbauten für die Stahlbetonständer, die später die Fertigbauteile für die Fassade tragen werden.

Im Juli soll das Logistikzentrum fertig sein, ist Nina Liederer, Immobilienmanagerin beim Bauherren Group 7, überzeugt. Sie führt in ihr zukünftiges Büro, das sich in einem der vielen Container befindet. Noch hat es die Münchnerin nicht eingerichtet. Das weltweit operierende Unternehmen startete im Dezember mit seinem Neubauprojekt auf dem Gewerbegebiet Mönchhof und feierte im Januar den symbolischen ersten Spatenstich.

Das Unternehmen will nach eigenen Angaben expandieren und wählte dafür das Mönchhofgelände aus. “Die Nähe zum Flughafen war der ausschlaggebende Faktor für die Wahl des Standorts“, sagt Liederer. Bei der neuen Niederlassung auf dem Mönchhofgelände entstehen 150 Arbeitsplätze.

Group 7 will auf dem Gewerbegebiet seine Standorte Raunheim mit rund 20 Mitarbeitern und Kelsterbach mit rund 30 Beschäftigten zusammenziehen. Während in Kelsterbach die Luft- und Seefracht sowie der Lkw-Transport abgewickelt werden, steht die Logistik in Raunheim, wo die Lagerhallen angemietet sind, im Mittelpunkt.

Das 2006 als internationaler Logistiker gegründete Unternehmen mit seinem Hauptsitz in München und seinen 495 Mitarbeitern will auf dem Gewerbegebiet ein hochmodernes Lagerzentrum mit Büroflächen bauen. Schon seine Dimensionen sind mit 25 500 Quadratmeter für den Logistikbereich gigantisch. Hinzu kommen 1700 Quadratmeter für ein Bürogebäude, informiert Liederer. Das entspricht insgesamt einer Größe von sechs Fußballfeldern. Das Unternehmen investiert insgesamt 27 Millionen Euro in das Projekt.

Die Immobilienmanagerin spricht von einem hochwertigen Gebäudekomplex, der sich von seiner Umgebung optisch absetzen soll. Im Erdgeschoss befindet sich der Logistikbereich, auf drei weiteren Etagen sind Büroräume mit ihren transparenten Fassaden.

In dem neuen Logistikzentrum will Group 7 modernste Technik einsetzen. Beispielsweise wird mit fahrerlosen Transportsystemen, 3 D-Druck und Scanning-Technologie gearbeitet. Das Unternehmen transportiert, lagert, kommissioniert und sortiert die Produkte seiner Kunden. „Logistik ist nicht nur Lagerhaltung“, sagt Liederer. Firmen, die nicht die Möglichkeit haben, ihre eigenen Produkte selbst zu lagern, seien Kunden von Group 7. Dabei gehe es um temporäre Einlagerung von Produkten. Auch der Internethandel stehe im Fokus. Das neue Zentrum soll ein internationales Drehkreuz für E-Commerce werden. Elektronische Geräte, Industriegüter und Textilien werden unter anderem eingelagert.

Das Unternehmen erfüllt nach eigener Aussage bei der Lagerung viele Aufträge. „Wenn der Kunde wünscht, dass die Blusen gebügelt werden, dann erfüllen wir diesen Wunsch“, betont Liederer. Und wenn der Kunde möchte, dass einzelne Komponenten von Geräten zusammengebaut werden, dann werde auch das gemacht.

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