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Musik für das Rüsselsheimer Stadtmuseum

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Raschelndes Papier und singende Gläser erklingen neben normalen Instrumenten am nächsten Samstag im Stadt- und Industriemuseum – 15 Schülerinnen und Schüler sind auf musikalischer Spurensuche.

Die letzte Probe im Stadt- und Industriemuseum vor dem großen Auftritt ist geschafft. „Anfangs hätte ich nicht gedacht, dass so etwas Tolles dabei herauskommt“, gesteht Leonie Schulz, während sie zusammen mit ihren Mitstreitern die Instrumente einräumt. Die Schülerin der Immanuel-Kant-Schule ist musikalisch unterwegs. Musik ist ihr Neigungsfach, sie nimmt schon sieben Jahre Klavierunterricht und seit ein paar Wochen auch Gesangsstunden. Gleich von Anfang an habe das Museumsprojekt viel Spaß gemacht und „es war toll, gemeinsam zu musizieren“, fügt sie noch an.

Musik mit Papier und Wassergläsern

Unter Anleitung des Komponisten Theodor Köhler und des Musikschulpädagogen Norbert Preisler haben sich 15 Schüler im Alter von zehn bis 16 Jahren mit dem Projekt „Dingwelt-Klangstadt“ befasst. „Wie klingt Rüsselsheim?“ war die Fragestellung, mit der sich die Kinder und Jugendlichen durch die Ausstellung gearbeitet haben.

Zu Beginn war die Gruppe im Museum unterwegs, hat sich die Exponate genau betrachtet und sich gemeinsam für sechs Stationen entschieden, für die dann im weiteren jeweils ein Musikstück entwickeltet wurde. Dabei kommen ganz normale Instrumente wie Trompete, Gitarre und Triangel zum Einsatz, aber auch Pappe, Papier und Wassergläser. Letztere „zur großen Begeisterung der Museumsleiterin“, wie Museums-Chefin Bärbel Maul mit ironischem Unterton kommentiert.

Köhler legt Wert auf die Feststellung, dass alles, was tönt, sich die Kinder selbst ausgedacht haben. Er hat Erfahrung in der Anleitung solcher musikalischer Experimente, jedoch bisher nur mit Erwachsenen. Die Mechanismen, wie man aus Nichts ein Werk macht, seien die gleichen, sagt der Komponist. Spannend sei, wie sich eine Komposition Stück für Stück entwickele. „Es war anstrengend, aber toll“, resümiert er die fünf Tage intensiver Arbeit, die in 22 Minuten musikalischer Performance münden.

Aufführung in der Ausstellung

Diese wird am Samstag, 5. November, zweimal aufgeführt und zwar direkt in der Ausstellung. Um 17 und um 19 Uhr werden die Zuschauer die Musiker von Station zu Station begleiten und mit eigenen Ohren hören können, wie Rüsselsheim klingt.

Die Teilnahme ist kostenlos. Wer dabei sein möchte, kann sich in den nächsten Tagen ein Ticket an der Museumskasse abholen. Das ist nötig, da der Platz begrenzt ist. Das Angebot von Kultur 123 und Stadt- und Industriemuseum wurde mit einem Förderbeitrag des Modellprojekts Kulturkoffer des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft unterstützt.

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