Familientag

Nabu-Herbstfeuer: Tolles Erlebnis für alle

Eine schöne Sache für die ganze Familie war das Herbstfeuer des Naturschutzbundes Astheim. Bei schönstem Herbstwetter schmeckten das selbst geröstete Stockbrot und die gebratenen Kartoffeln noch mal so gut.

Was für ein schöner, goldener Herbsttag: Die Luft fühlte sich fast an wie feine Seide, und schon am frühen Nachmittag lag ein goldener Schimmer über den Feldern von Astheim. Und so war es kein Wunder, dass zahlreiche Familien mit ihren Kindern sowie etliche Flüchtlinge zur Wiese am Margareta-Schenkel-Haus kamen. Dort loderte am Samstag ein Feuer, das später die Glut spendete, die man für das Rösten von Kartoffeln und Stockbrot braucht.

Und so war das traditionelle Herbstfeuer des Naturschutzbundes (Nabu) Astheim ein tolles Erlebnis für alle Beteiligten. Doch bis das Stockbrot über die Glut gehalten und die Kartoffeln dort hinein geworfen werden konnten, war Geduld angesagt. Denn die Aktiven des Nabu hatten einen großen Holzhaufen aufgetürmt, dessen Flammen meterhoch loderten und die eine eindringliche Hitze verbreiteten.

Doch rund um das Margareta-Schenkel-Haus gab es an diesem Herbsttag viel zu entdecken. Überall auf der Erde lagen reife Kastanien, mit denen man derzeit so schön zu Hause basteln kann. An einigen Bäumen der nahe gelegenen Streuobstwiesen hingen noch Äpfel, die süßer kaum mehr schmeckten. In der warmen Herbstsonne waren sogar noch die Bienen unterwegs.

Dann der Startschuss: „Den Teig einfach um die Spitze der Weidestöcke rollen und ihn dann über die Glut halten.“ Das ließen sich die zahlreichen Kinder nicht zweimal sagen. Die Aktiven des Nabu hatten zuvor die Glut in metallene Wannen geschaufelt, so dass einem ungefährlichen Stockbrotvergnügen nichts im Wege stand.

Andere wickelten vorgekochte Kartoffeln in Alufolie und legten sie ebenfalls in die Glut. Dazu frischen Quark – was konnte es Köstlicheres an diesem Nachmittag geben. Auch so mancher Apfel, der eben noch am Baum hing, landete in der Glut und kam als köstlicher Bratapfel wieder heraus.

„Es ist schön, dass diesmal auch einige Flüchtlinge zu unserem Herbstfeuer gekommen sind“, freute sich Kaj Wechterstein, Schriftführer beim Nabu Astheim, der das Herbstfeuer schon seit mehr als zehn Jahren stets Ende Oktober anbietet. Am 8. November wartet der Nabu mit einem neuen Angebot auf: Um 19 Uhr öffnet an diesem Dienstag erstmals im Astheimer Jugendhaus die Nähstube. Eingeladen sind dazu ausdrücklich auch die Flüchtlinge, von denen nach Angaben von Kaj Wechterstein immer noch rund 60 in Astheim leben. Ausreichend Nähzeug sollte jeder selbst mitbringen. Die Leitung über die Nähstube hat Gesine Wechterstein.

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