Mit Erinnerungsfotos verabschieden sich Wegbegleiter aus Politik und Bildung und Kultur am Freitag von der scheidenden Schulleiterin der Alexander-von-Humboldt-Schule, Renate Pilgenröther-Kuntze. Screenshot: Daniela Hamann
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Mit Erinnerungsfotos verabschieden sich Wegbegleiter aus Politik und Bildung und Kultur am Freitag von der scheidenden Schulleiterin der Alexander-von-Humboldt-Schule, Renate Pilgenröther-Kuntze. Screenshot: Daniela Hamann

Schule

Nach 16 Jahren sagt sie Auf Wiedersehen

  • vonDr. Daniela Hamann
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"Ihr Enthusiasmus war ansteckend": Humboldt-Schulleiterin Renate Pilgenröther-Kuntze geht in den Ruhestand.

Rüsselsheim -Sechzehn Jahre lang hat Renate Pilgenröther-Kuntze die Alexander-von-Humboldt-Schule (AvH) geleitet. Insgesamt 36 Jahre lang war sie in der Schulwelt von Rüsselsheim pädagogisch tätig. Zum Jahresende ist sie in den Ruhestand gegangen. Nachdem sie sich bereits vor rund eineinhalb Monaten vom Kollegium verabschiedet hat, erhielten vergangene Woche Wegbegleiter aus der Stadtverwaltung, dem Schulamt und anderen Schulen sowie die Nachfolgerin von Renate Pilgenröther-Kuntze, Svenia Bormuth, die Gelegenheit, sich bei einer Zoom-Konferenz mit vielen warmen und lobenden Worten von der scheidenden Schulleiterin zu verabschieden.

Mit Renate Pilgenröther-Kuntze verliere die Rüsselsheimer Schullandschaft eine streitbare, engagierte Persönlichkeit, die das Leben der Schulgemeinschaft der Humboldt-Schule nachhaltig und positiv geprägt habe, sagt Bürgermeister und Kulturdezernent Dennis Grieser (Grüne). Die Schule habe sich unter ihrer Leitung bestens entwickelt und als Vorbild auch für andere Schulen fungiert.

Pilgenröther-Kuntze habe sich dafür eingesetzt, dass an der Schule Toleranz gelebt wird. "Auf dem Höhepunkt der Migrationsbewegung hat sich Renate Pilgenröther-Kuntze engagiert und neue Schülerinnen und Schüler aus Risikoländern willkommen geheißen", lobt Grieser. Dies habe auch gut zum Zertifikat der IGS als Europaschule gepasst. In der Amtszeit Pilgenröther-Kuntzes habe die Gesamtschule diese Auszeichnung erworben und in den Schulalltag integriert. "Sie hat fortwährend Projekte als Teil der Europaschule initiiert und umgesetzt." Erwähnenswert seien auch die vielen Kulturabende gewesen, bei denen sich die Schüler ihre Erlebnisse und Gedanken von der Seele schreiben und einem interessierten Publikum präsentieren konnten, so der Bürgermeister weiter.

"Ihr Enthusiasmus war ansteckend"

Begeistert habe sie sich den Kulturabend, die Humboldt-Revue, angesehen, nachdem sie die Betreuung der nunmehr fast 1000 Schüler übernommen hatte, berichtet Brigit Knauf-Gödeking vom zuständigen Schulamt. Renate Pilgenröther-Kuntzes Enthusiasmus für die Begabungen ihrer Schüler sei ansteckend und mitreißend gewesen.

Die scheidende Schulleiterin bedankt sich bei den digital Anwesenden für die "tollen Kooperationen und den Einsatz für die Modernisierung der Humboldt-Schule". Die Mitgliedschaft im Europaprogramm habe die Herzen geöffnet, und eine wunderbare Willkommenskultur sei in der Schule entstanden. Zu ihren Aufgaben habe auch die kulturelle Leseförderung gehört. Als "persönliches I-Tüpfelchen im Schuljahr" benennt Renate Pilgenröther-Kuntze die Humboldt-Revue.

Sie wolle viel reisen, sobald dies wieder möglich ist, sagt Pilgenröther-Kuntze mit brüchiger Stimme und Tränen in den Augen. Sie überlasse ihr "Schiff als scheidende Kapitänin", jedoch mit einem guten Gefühl an ihre Nachfolgerin Svenia Bormuth, die die Schulleitung offiziell bereits vor einer Woche, am 1. Februar, übernommen hat.

"Sie hinterlassen mir eine wunderbare Schule mit einem tollen und hilfsbereiten Kollegium, das mir die erste Woche sehr leicht gemacht hat", bedankt sich Bormuth herzlich. "Ich bin nun sehr froh, auf ihre Fußstapfen zu schauen und Schulleiterin an dieser Schule sein zu dürfen, um dann zu sehen, wie die Kollegen, Schüler und ich zusammenwachsen." Von Daniela Hamann

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