AfD-Lob vom Dienstaccount

Nach AfD-Lob: Kreissparkasse beurlaubt Mitarbeiter

Die Kreissparkasse hat den Mitarbeiter beurlaubt, der die AfD per Firmen-Mail gelobt hatte.

 Dem Mitarbeiter der Kreissparkasse, der am Montag von seinem Dienstaccount die AfD als „einzig wahre Partei“ bezeichnet hatte, wurden am Mittwoch „einvernehmlich ein paar Tage Urlaub gewährt“. Das geht aus einer Stellungnahme hervor.

Von einer Freistellung ist in der zwei Sätze kurzen Pressemitteilung der Kreissparkasse (KSK) keine Rede. Dass der betroffene Immobilienmakler suspendiert worden sei, behauptete bereits am Dienstagabend ein Nutzer auf Twitter. Dieser gab sich als Tochter des KSK-Mitarbeiters aus. Ob das korrekt ist, konnte das Echo nicht prüfen. Fakt ist: Der Makler war am Mittwoch nicht unter seiner Firmennummer zu erreichen. Stattdessen ein Anrufbeantworter.

Das Echo wollte von der Kreissparkasse wissen, ob das E-Mail-Postfach des betroffenen Immobilienmaklers darauf geprüft werde, ob bereits ähnliche Mails von seinem Dienstaccount verschickt wurden. Darauf sagte eine Sprecherin lediglich: Kein Kommentar.

Auskunftsfreudiger war SPD-Politiker Christopher Lauer. Er hatte die Auseinandersetzung ausgelöst, indem er die E-Mail des KSK-Mitarbeiters veröffentlichte. Als es hieß, der Makler werde freigestellt, kündigte Lauer an, sich für den Mann einzusetzen. Nach eigenen Angaben hat Lauer mit Verantwortlichen der KSK gesprochen. Die Sprecherin hätte ihm signalisiert, dass der beurlaubte Mitarbeiter seinen Dienst nach den freien Tagen wieder antreten werde.

Der Urlaub, so steht es in der Presseerklärung, diene dem „Schutz der Person und der Möglichkeit zur Klärung der Angelegenheit“. ias

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