Sabine Schaplowski, Vorsitzende des Stadtverbands Kultureller Vereine, (links) und Atlina Theodoridou vom Verband Interkultureller Vereine freuen sich, dass mit der Genehmigung des Haushalts die Vereinszuschüsse in die Wege geleitet werden können.
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Sabine Schaplowski, Vorsitzende des Stadtverbands Kultureller Vereine, (links) und Atlina Theodoridou vom Verband Interkultureller Vereine freuen sich, dass mit der Genehmigung des Haushalts die Vereinszuschüsse in die Wege geleitet werden können.

Kommunaler Haushalt

Nach Haushaltsgenehmigung - Freude über Vereins-Zuschüsse

  • Sven Westbrock
    vonSven Westbrock
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Die Rüsselsheimer Vereine mussten lange Zeit ohne Förderung auskommen. Mit dem genehmigten Etat können die Zuschüsse wieder fließen. Und auch Förderstipendium und Kulturpreis sollen nun doch noch in diesem Jahr vergeben werden.

Nach monatelanger Verzögerung hat das Darmstädter Regierungspräsidium den Rüsselsheimer Haushalt für das laufende Jahr genehmigt. Damit können jetzt die Zuschüsse für die städtischen Vereine in die Wege geleitet werden.

Entsprechend erfreut haben deren Vertreter auf die Nachricht reagiert, zumal sie vergangenes Jahr mangels genehmigtem Etat komplett leer ausgegangen waren. „Ich finde das toll, freue mich sehr“, äußert sich beispielsweise Sabine Schaplowski, Vorsitzende des Stadtverbands Kultureller Vereine (SKV).

Damit den Vereinen ein Schicksal wie 2017 erspart bleibt, plädiert sie dafür, die Förderung auf „andere Füße“ zu stellen, sie also nicht mehr nur als freiwillige Leistung im Haushalt zu verankern.

Förderung neu ordnen

Denn diese sind ohne genehmigten Haushalt nicht abrufbar. Tatsächlich gibt es bereits Bestrebungen, die Vereinsförderung neu zu ordnen, bisher allerdings ohne konkretes Ergebnis. „Wir brauchen eine bessere Planbarkeit“, fordert Schaplowski. Eine Situation wie 2017 dürfe sich nicht wiederholen. Sonst würde es für die Vereine schwierig.

Klar ist: Es gibt 2018 aufgrund der ausgefallenen Zuschüsse von 2017 nicht mehr Geld für die Vereine. So seien die städtischen Zuschüsse Schaplowski zufolge nur ein „Tropfen auf dem heißen Stein“. „52 Vereine sind im SKV Mitglied, ein Verein bekommt höchstens 2000 Euro“, erläutert Schaplowski.

Insgesamt liege der maximale Förderbetrag für die kulturellen Vereine bei 30 000 Euro, so dass längst nicht alle Vereine auf die Summe von 2000 Euro kämen.

Bei Atlina Theodoridou vom Verband Interkultureller Vereine herrscht nichtsdestotrotz große Erleichterung darüber, dass überhaupt wieder Geld fließen kann.

Geringe Beiträge

Viele Vereine nähmen nur geringe Mitgliedsbeiträge und seien deshalb auf die Zuschüsse angewiesen. „Ohne sie könnten wir beispielsweise das Festival der Kulturen nicht stemmen“, gibt Theodoridou zu bedenken, die auch Mitglied der SPD-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung ist.

Nicht nur die Vereine sind auf Unterstützung angewiesen. Mit einem Kulturpreis und einem Förderstipendium unterstützt die Stadt hiesige Kulturschaffende. Bewerbungsschluss wäre eigentlich der 15. August gewesen. Mangels Haushaltsgenehmigung musste der Termin jedoch verschoben werden. Die Stadt will das Fristende nun auf den 5. Oktober legen. Die CDU will sogar beantragen, dass der Bewerbungsschluss auf den 1. Dezember verschoben wird, damit Stipendium und Preis noch in diesem Jahr vergeben werden können.

Die Grünen halten den CDU-Antrag für die Fristverschiebung indes nicht für nötig. Da der Etat Mitte August noch nicht genehmigt war, sei der Stichtag hinfällig geworden, sagt Parteisprecher Christian Vogt.

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