Komfortabel zur Wohnung: Das geht nun dank neuer Aufzüge in den Gewobau-Objekten in der Spitzwegstraße und im Burgundenring. FOTO: DPA
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Komfortabel zur Wohnung: Das geht nun dank neuer Aufzüge in den Gewobau-Objekten in der Spitzwegstraße und im Burgundenring. FOTO: DPA

Wohnen

Nach und nach zur Barrierefreiheit

Die Gewobau-Mieter in Haßloch und Bauschheim erhalten neue Aufzüge.

Bauschheim/Haßloch -In zwei ihrer Mietobjekte hat die Gewobau kürzlich für mehr Barrierefreiheit gesorgt. Seit Dezember können die Mieter des viergeschossigen Wohngebäudes im Burgundenring 13 mit 20 Wohnungen den Aufzug nutzen, der nachträglich eingebaut wurde. Damit gibt es in der Anlage mit 275 Wohnungen in Bauschheim nun sechs Aufzüge.

Die Wohnanlage wurde von der Gewobau Anfang der 1990er Jahre im Bauschheimer Neubaugebiet Am Weinfaß gebaut. Als die Gebäude errichtet wurden, erhielten sie keine Aufzüge. "Die Wohnanlagen wurden aber damals so geplant, dass ein späterer Aufzugseinbau bautechnisch keine Probleme bereitet", erklärt Gewobau-Geschäftsführer Torsten Regenstein.

Für die Montage sind in den Gebäuden nach oben durchgehende Lichthöfe vorhanden. Für die Schachtgrube müssen allerdings die Kellerdecken im Erdgeschossen teilweise ausgeschnitten werden - so auch im Burgundenring 13.

Die Aufzugskabine bietet Platz für 13 Personen. Der Aufzug fährt vom Erdgeschoss bis in die vierte Etage. Im Gebäude sind drei Seiten der Kabine komplett verglast. Die neue Fahrstuhlanlage ist behindertengerecht ausgerüstet und verfügt über eine LED-Leuchten-Decke.

Mieten moderat erhöht

Die jeweils erreichte Etage wird angesagt, es gibt Ruf-Tableaus mit Blindenschrift. Wird der Aufzug für eine gewisse Zeit nicht angefordert, schaltet die Anlage in den Stand-by-Modus, um Energie zu sparen. Die Bau- und Installationsarbeiten dauerten von Juni bis November 2020. "Der Aufzug ist maschinenraumlos, da sich der Antriebsmotor im Schachtkopf befindet", berichtet der Technikservice-Leiter Wolfgang Leitzbach.

Der Zugang zum Gebäude ist ebenfalls stufenlos. So ist die Wohnanlage nun dank der Aufzüge barrierefrei, ausgenommen Keller und Tiefgarage. Durch die Modernisierung erhöht sich die Grundmiete in einem moderaten Umfang, so die Gewobau. Hintergrund für die neue Haustechnik sei der Wohnkomfort gerade für ältere Mieter, aber auch für Familien, der immer stärker nachgefragt werde.

Nach dem Burgundenring 13 ist in diesem Jahr das Haus Burgundenring 15 für den Einbau eines Aufzuges vorgesehen. Für den Einbau investiert die Gewobau nach eigenen Angaben jeweils rund 300 000 Euro.

Moderner Komfort

Auch der Aufzug in der Spitzwegstraße 5 in Haßloch, der in die Jahre gekommen und störungsanfällig war, wurde für 160 000 Euro erneuert. Die Besonderheit: Die vorherigen Aufzugsanlagen hielten nicht auf den Wohnetagen, sondern auf den Zwischenpodesten. Zu den Wohnungen jedes Stockwerks musste man immer einige Stufen gehen. "Eine typische Aufzugssituation im Wohngebäude mit neun Stockwerken, die mit der Bauweise der 1960er Jahre zusammenhängt", so Leitzbach.

Im August vergangenen Jahres begannen die Arbeiten für den neuen Aufzug, der für zehn Personen ausgelegt ist. Dazu wurde die komplette alte Aufzugsanlage entfernt, zusätzlich waren umfangreiche Arbeiten im Gebäude notwendig, damit im Zuge der Modernisierung künftig alle 36 Wohnungen barrierefrei, also direkt auf ihren Etagen erreichbar sind. An die alten Zeiten erinnert noch ein Nebenpaneel im neuen Aufzug, das unter der Kennzeichnung Z die jeweiligen Zwischenpodeste angibt. Zudem können die Mieter nun auch mit dem Aufzug die Kellerräume anfahren.

Der neue Aufzug in der Spitzwegstraße bietet modernen Komfort mit gut beleuchteter Aufzugskabine und verspiegelten Wänden. Die Kabine fährt nahezu geräuschlos und meldet jedes angefahrene Stockwerk an. "Eine sinnvolle Ausgabe für modernen Wohnkomfort", erklärt Geschäftsführer Regenstein.

Die Mieter wurden vor der Modernisierung über Unterstützungsangebote während der Bauphase informiert und konnten sich bei der Gewobau melden, wenn sie aufgrund von Gehbehinderungen Probleme durch den vorübergehenden Ausfall des Aufzugs hatten. Zwei Mietparteien wurden für den Zeitraum der Arbeiten in Gästeappartements untergebracht, so die Gewobau. Bei dringenden Arztterminen wurde ein Krankenfahrdienst organisiert, der die Mieter mittels eines "Treppensteiger-Gerätes" von der Wohnung nach unten und wieder zurückbringt. red

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