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Dieser Spender von Desinfektionsmitteln muss nicht mit den Händen berührt werden. Ähnliche Spender stehen auch im Foyer des Rüsselsheimer Klinikums.

Hygiene-Mobil fährt vov

Nationale Kampagne macht am 4. Oktober Halt am GPR-Klinikum

Sind die Hände sauber? Für Menschen in Arzt- und Pflegeberufen gelten besondere Anforderungen. Aber auch Patienten oder Krankenhausbesucher können sich im Hygiene-Mobil informieren.

Die 2008 ins Leben gerufene „Aktion Saubere Hände“ (ASH) ist die weltweit teilnehmerstärkste und am längsten bestehende Kampagne zur Verbesserung der Händehygiene. Das berichtet das GPR-Klinikum in einer Mitteilung, in der es für den 4. Oktober das ASH-Mobil ankündigt. Es wird von 9.30 Uhr bis 17 Uhr auf dem Gelände des GPR-Klinikums stehen. Die Lernstationen sind offen für alle Mitarbeiter medizinischer Versorgungszentren, Arztpraxen und Pflegeeinrichtungen der Region, aber auch für Besucher und Patienten.

„Für uns ist es eine schöne Bestätigung, dass unsere Klinik als Station für die Roadshow der ASH ausgewählt wurde, denn die Teilnahme ist an vielfältige Voraussetzungen geknüpft“, sagt GPR-Hygienefachkraft Doris Seidl. Jede ausgewählte Einrichtung müsse sich umfassend für die Händedesinfektion und die Patientensicherheit engagieren.

An mehreren Lernstationen können sich die Besucher informieren und ihr Wissen rund um die Händehygiene erweitern. Ein Schwerpunkt des Aktionstages liegt laut GPR auf der nachhaltigen Wissensvermittlung: Damit das Gelernte auch im Alltag abrufbar im Gedächtnis verankert werde, setzten die Experten der ASH auf interaktive Inhalte und spielerische Aufgabenstellungen. Dabei kommen auch Themen wie Empathie und psychosoziale Faktoren vor. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen zur Reflexion ihres Verhaltens im Alltag angeregt und für die Rolle der Händehygiene im Patientenschutz neu sensibilisiert werden.

Für die Kliniken, die von der ASH ausgewählt wurden, könne daher allein die Teilnahme bereits als Erfolg verbucht werden. „Wir wollen mit der Teilnahme bewusst ein positives Zeichen setzen: Indem wir unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aber auch die Patienten, Besucher hier im Klinikum bei der Umsetzung der Händedesinfektion unterstützen und so letztendlich die Sicherheit unserer Patienten langfristig verbessern“, erklärt GPR-Geschäftsführer Achim Neyer.

Exklusiv für die hygienebeauftragten Ärzte und Pflegekräfte sowie die Hygienefachkräfte des Klinikums wird außerdem ein vertiefender Workshop angeboten, der die Umsetzung der Händedesinfektion in der Praxis nicht nur fördern, sondern auch emotional festigen soll. „Bei der Händehygiene spielt die eigene Haltung eine ganz zentrale Rolle: Wir wollen ein besseres Bewusstsein dafür schaffen, was die Mitarbeiter mit einer besseren Händehygiene bewirken können“, erläutert das ASH-Team.

Die Händedesinfektion ist nicht nur für Mitarbeiter des Klinikums von großer Bedeutung – auch in anderen Gesundheitseinrichtungen wie Medizinische Versorgungszentren, Arztpraxen, Pflegedienste, Pflegeheime oder Reha-Zentren sei Händehygiene die wichtigste Einzelmaßnahme zum Schutz vor Keimen, heißt es in der Ankündigung. Im ASH-Mobil können die Besucher lernen, wann eine Händedesinfektion nützlich sein kann und wie man Krankenhauskeimen vorbeugt.

Das Risiko von vielen Krankheiten, die über sogenannte Tröpfchen- oder Schmierinfektionen übertragen werden, lasse sich durch eine einfache hygienische Händedesinfektion deutlich senken. Seit 2013 stünden berührungslose Hände-Desinfektionsmittel-Spender an den Ein- und Ausgängen sowie der Cafeteria des GPR-Klinikums zur Verfügung, damit sich auch die Besucher beim Betreten und Verlassen des Gebäudes und vor dem Besuch der Cafeteria die Hände desinfizieren können. Das Klinikum will nach eigenen Angaben damit bei den Besuchern ein Hygienebewusstsein schaffen und zeigen, wie einfache, aber trotzdem effektive Hygienemaßnahmen aussehen können, um sich vor Infektionskrankheiten zu schützen.

Zudem befänden sich bereits seit 2011 in allen Toiletten, in allen Patientenzimmern und an allen Stationseingängen im Klinikum Hände-Desinfektionsmittel-Spender. Eine Erweiterung der berührungslosen Händedesinfektionsmittelspender sei auch in der Notaufnahme und der Endoskopie erfolgt. red

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