Noch ist die Sporthalle eine Baustelle: Durch die großen Deckenlichter in der Dachkonstruktion gelangt viel Licht hinein.
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Noch ist die Sporthalle eine Baustelle: Durch die großen Deckenlichter in der Dachkonstruktion gelangt viel Licht hinein.

Max-Planck-Schule

Neubau sorgt für mehr Flexibilität

  • VonRobin Göckes
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Die neue Sporthalle an der Max-Planck-Schule (MPS) kostet mehr als fünf Millionen Euro, sie soll die sportliche Zukunft der Schule sichern und auch der Vereinslandschaft zugute kommen – ein echtes Multitalent.

Marc Rhein atmet erleichtert auf. „Die letzten zwei Jahre waren nicht einfach für unsere Sportler. Aber jetzt sieht man langsam, wofür man gearbeitet hat“, sagt der Schulleiter der Max-Planck-Schule (MPS) und blickt dabei auf den Rohbau der neuen Sporthalle der Schule. Der befindet sich nach Angaben der Stadt voll im Zeitplan. Dach und Fenster wurden eingebaut, die Halle ist dicht. Jetzt kann mit dem Innenausbau begonnen werden.

Bezogen werden soll die neue Zwei-Felder-Sporthalle im Dezember 2018. Kosten wird das Projekt etwas mehr als 5,1 Millionen Euro. Fördergelder fließen aus den Mitteln des Fluglärmschutz-Regionalfonds. Das Land steuert insgesamt 2,25 Millionen Euro zu. „Wir haben jetzt Halbzeit bei den Bauarbeiten“, sagt Baustadtrat Nils Kraft (SPD). Begonnen wurde das Projekt allerdings bereits ab Juli 2015 mit der Planungsphase. Seit Juli 2016 mussten die Sportler der MPS für ihren Unterricht auf andere Hallen ausweichen. „Es war nicht einfach, aber die anderen Schulen waren sehr kulant und haben uns geholfen“, berichtet Schulleiter Rhein. Nicht unproblematisch ist die Baustellensituation für die Schule auch deshalb, weil noch an anderen Ecken gearbeitet wird. Derzeit wird auch an der neuen Mensa gebaut, auch ein plus an Klassenräumen soll entstehen. Der alte „rote Trakt“ der Schule wurde abgerissen, ein Neubau errichtet. Gewünscht hatte sich die Schule das Bauprojekt schon seit Jahren. „Seit 17 Jahren“, präzisiert Schulleiter Rhein. Mit dem Caterer, der die neue Mensa künftig beliefern soll, gebe es bereits Gespräche. „Der steht in den Startlöchern.“

„Schöne Perspektive“

Die Grundsteinlegung für dieses Bauprojekt war Ende 2016, auch diese Baustelle liege im Zeitplan, so die Stadt. Vor den Sommerferien dieses Jahres sollen die letzten Bauarbeiter raus sein. Die unterrichtsfreie Zeit wird dann genutzt, um letzte Abstimmungen vorzunehmen. Und mit dem neuen Schuljahr soll auch die Mensa in Betrieb gehen. „Das ist schon eine schöne Perspektive“, meint der Schulleiter.

Kapazitäten bündeln

Die neue Sporthalle soll jene Kapazitäten, die zuvor an drei Standorten auf dem Schulgelände verstreut waren, an einem Ort bündeln. Einzelne Räume sollen multifunktional nutzbar sein und so zu einer besseren Auslastung beitragen. Der Innenausbau der großen Halle, die sich mittels eines Vorhangs teilen lassen wird, sei so angepasst worden, dass die Sportstätte von Vereinen auch für Hallenhockey genutzt werden kann. Das betont Baustadtrat Kraft nicht ohne Grund. Schließlich erhofft er sich von der neuen Halle auch ein mehr an Flexibilität hinsichtlich der Nutzung durch Rüsselsheimer Sportvereine. Auf die werden in den kommenden Jahren schließlich noch einige Umstellungen zukommen.

Neben dem Sanierungsstau in der Schullandschaft ist auch der Zustand vieler Sporthallen in der Stadt ein dauerhaftes Problemthema. Zahlreiche Hallen sollen in den kommenden Jahren so umgebaut werden, dass sie fit für die Zukunft sind. Auch weitere Neubauten stehen an. „Das Thema Sportstättenbau wird uns die nächsten Jahre ganz sicher begleiten“, sagt Kraft. Mit der neuen Halle an der MPS ist ein Stück des Sportstätten-Puzzles für diese Zeit schon einmal gesetzt.

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