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Mehr Grün als erwartet: Auch am Standort an der Großsporthalle finden sich lauschige Plätze.

Besucher und Standbetreiber sind sich uneins

Neuer Platz: Meinungen gehen auseinander

Das Main-Fest muss dieses Jahr den Hessentagsvorbereitungen weichen und findet rund um die Großsporthalle statt. Die Meinungen dazu sind sehr verschieden.

In der Berg- und Talbahn herrscht großer Andrang, kreischende Jugendliche lassen ihrer Begeisterung im Rausch der Geschwindigkeit freien Lauf. Überhaupt sind die spektakulären Fahrgeschäfte am Freitagmittag gut besucht.

Beate Richter de Reategui hat ihren Kunstunterricht kurzerhand aus dem benachbarten Schulgebäude der IKS auf den Platz vor der Großsporthalle verlegt. Motive für ein Plakat sollen die Kunst-LK-Schüler dort suchen. „Ich nutze die Gelegenheit gerne“, sagt die Kunstpädagogin, die das Fest auf seinem angestammten Platz noch nicht besucht hat. An drei Seiten rund um die Halle verteilt stehen dieses Jahr die Buden. An den Essständen ist noch nicht so viel los, auch beim Pfeilewerfen ist noch Zeit für ein Schwätzchen. „Am Main wäre es schöner“, sagt Peter Loritz. „Hier ist alles so weit auseinander gezogen“, erklärt er. Auch dass der Main-Lauf und der kleine Fährbetrieb diesmal wegfielen, findet er schade. Dennoch sagt er: „Mal abwarten, falsch ist das hier auch nicht“.

Sehr viel positiver sieht das Sascha Kroczek an seinem Softeis- und Slush-Stand. „Das ist ein sauberer Platz hier, kein Staub und Dreck, das ist wichtig bei Lebensmitteln“, zeigt er sich zufrieden. Auch die gute Anbindung und die vielen kostenlosen Parkplätze seien ein Vorteil. „Herr Biebel hat sich viel Mühe gegeben, dass jeder einen guten Platz bekommt“, lobt er die Organisation. Sein neuer Wagen wird übrigens am Sonntag – beim Gottesdienst ab 10 Uhr auf dem Platz – von der Schausteller-Pfarrerin Christine Beutler-Lotz gesegnet.

Anna Schulmeyer und Klaus Kühn sind aus Mörfelden nach Rüsselsheim gekommen. Das Main-Fest kennen sie schon von seinem üblichen Standort. Auch an der Großsporthalle starten sie ihren Rundgang wie immer an einem Weinstand bei einem Glas Erdbeerbowle. „Ich fände es okay, wenn es so bleibt“, meint Kühn. Man müsse sich zwar dran gewöhnen, aber es sei auch hier schön. Nicht wirklich glücklich ist die Betreiberin des Weinstands, Silke Tannnebaum: „Ich finde, hier ist kein Ambiente, am Main ist es viel schöner.“ Dennoch sieht sie auch Vorteile dieser Lage, so werde das Fest dort eher wahrgenommen – wegen des vielen Verkehrs drumherum. „Ich bin nicht so begeistert, ich hoffe es ist nur einmal“, lautet ihr vorläufiges Fazit.

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