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Nicola Walde und Johan Willems von Opel.

Extremsport

Nicola Walde bricht im Velomobil den Weltrekord für Frauen

Ausdauer pur: Die Athletin Nicola „Nici“ Walde stellt mit 1088 Kilometern einen neuen 24-Stunden-Weltrekord im Velomobil auf. Sie legte 227 Runden im Opel Test Center Rodgau-Dudenhofen zurück.

Um 10.28 Uhr am Sonntagvormittag steigt Nicola „Nici“ Walde im Opel Test Center Rodgau-Dudenhofen aus ihrem Velomobil aus – erschöpft, aber überglücklich. Sie ist in 24 Stunden exakt 1088 Kilometer mit ihrem verkleideten Liegerad gefahren und hat damit einen neuen Damen-HPV-Weltrekord aufgestellt (Human Powered Vehicles), teilt die Opel Automobile GmbH mit. Eine größere Distanz habe in diesem Zeitraum noch keine andere Frau mit reiner Muskelkraft zurückgelegt. Die bisherige Rekordmarke der Frauen von 1012 Kilometern hatte Walde bereits nach knapp 22 Stunden übertroffen.

Mit dem Rekord geht die Extremsportlerin ebenso wie das Opel Test Center in die Geschichtsbücher ein. „Ich kann noch gar keinen klaren Gedanken fassen. Die 24-Stunden-Weltrekord-Marke für Frauen zu knacken, war mein Ziel. Schade, dass es geregnet hat – sonst wäre noch mehr drin gewesen“, sagt Walde im Ziel. „Eins weiß ich jedoch: Diese tolle Aktion wäre ohne Opel und die großartige Unterstützung so nicht möglich gewesen.“

Doch nicht nur ihr Team, zahlreiche Opelaner sowie Fans haben Nicola Walde während ihrer Extremfahrt unterstützt. Der erfolgreichste Bobpilot bei Olympischen Winterspielen, André Lange, hat Nicola Walde ebenso die Daumen gedrückt wie der zweimalige Olympiasieger im Doppelvierer, Ruderer Karl Schulze. Auch Opel-Markenbotschafter und Sieger der 24-Stunden-Rennen in Le Mans sowie auf dem Nürburgring Joachim „Jockel“ Winkelhock war dabei. Denn sie alle wissen, was es bedeutet, schier Unmögliches zu wagen und dabei immer an sich zu glauben.

Nach wochenlanger Planung und unzähligen Vorbereitungsrunden auf der Straße und im Opel Test Center ging das Unternehmen „Neuer 24-Stunden-HPV-Weltrekord“ ab Freitag in die entscheidende Phase. Auf der Pressekonferenz stellte Nicola Walde gemeinsam mit den Opel-Verantwortlichen dar, welch akribische Vorbereitungen auf allen Seiten nötig waren, um aus dem Rekordversuch einen neuen Weltrekord werden zu lassen.

Am Samstagmorgen war es dann soweit: Im Opel Test Center herrschte vor dem Startschuss spürbare Anspannung. Um 10.28 Uhr schwenkte André Lange die Flagge – und Nicola Walde trat in die Pedale ihres 257 Zentimeter langen, 64 Zentimeter breiten und 88 Zentimeter hohen Velomobils. Das gerade 14 Kilo schwere voll verkleidete Liegerad ist eine Eigenentwicklung ihres Lebenspartners Daniel Fenn, der ebenfalls an der Strecke war. Runde um Runde spulte die 44-jährige Athletin auf der 4,8 Kilometer Hochgeschwindigkeitsbahn ab, und das bei Außentemperaturen von über 30 Grad in den Nachmittagsstunden sowie sintflutartigen Regenschauern zwischendurch.

Besonders anstrengend wurde es für Walde, als sich die Sonne senkte und die

Fahrt durch die Nacht

begann. Denn wach und stets voll konzentriert zu bleiben, ist in diesen Stunden noch schwieriger. Die lauten Anfeuerungsrufe auf den letzten Runden in den Sonntagmorgenstunden motivierten Walde, alles aus sich heraus zu holen.

Als Ruderer Karl Schulze die Flagge bei der Zieleinfahrt schwenkte, hatte Walde mit 1088 Kilometern in 24 Stunden die Rekordmarke für Frauen um 76 Kilometer übertroffen; für die Marke der Männer von 1219 Kilometern reichte es wegen der widrigen Wetterbedingungen nicht ganz. Insgesamt hat die Extremsportlerin 227 Runden auf der Hochgeschwindigkeitsbahn des Opel Test Centers zurückgelegt, zum Teil bis zu 56 Kilometer pro Stunde aus eigener Muskelkraft erreicht. Mit diesem Ergebnis ist Walde nun nicht nur im Besitz des Zwölf-Stunden-, sondern auch des 24-Stunden-Weltrekordes für Human Powered Vehicles. red

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