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Ein Siegerfoto für die Annalen: Die Fußballerinnen des SC Opel sind Mannschaft des Jahres.

Sportlerehrung

Opel-Frauen sind Mannschaft des Jahres

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Die Stadt Rüsselsheim hat am Freitag ihre Sportler geehrt. Dabei zauberten die Veranstalter einen echten Fernseh-Star aus dem Hut.

Die Sportlerehrung der Stadt Rüsselsheim für das Jahr 2015 begann mit einem Paukenschlag. Und das im wahrsten Sinne des Wortes: Trommler und Bläser des „Brass & Drum Corps Kriftel“ marschierten zunächst in den Theatersaal ein und spielten einige Stücke.

Anschließend holte Moderator Christian Döring Oberbürgermeister Patrick Burghardt und Stadtverordnetenvorsteher Heinz E. Schneider auf die Bühne. Burghardt trug passend zum Anlass ein Fitnessband ums Handgelenk. Diese Geräte zählen unter anderem, wie viele Schritte der Träger bisher gemacht hat. Außerdem messen sie den Puls: Burghardt kam auf 88 Schläge pro Minute. Ein leicht erhöhter, wohl dem Rampenlicht geschuldeter Wert.

Im Anschluss diskutierte das Trio über den Hessentag, der in der Main-Stadt steigt. Man liege laut dem Stadtoberhaupt „sehr gut im Zeitplan“. Er schätzte, dass die Stadt 1000 bis 1500 Helfer brauche, um die Veranstaltung 2017 zu stemmen. Dabei dachten Burghardt und der Stadtverordnetenvorsteher natürlich auch an Ehrenamtler aus den Vereinen. Und so schloss sich der Kreis, denn wie Schneider betonte: „Diese Veranstaltung hier ist ein wichtiges Forum. Denn wir geben das Signal: Hier werden Leistungen anerkannt.“

Illustrator Bengt Fosshag gesellte sich dazu und stellte gemeinsam mit den Magistratsvertretern das vierte und letzte Hessentags-Motiv vor (wir haben berichtet). Dabei hatte der Grafiker die Lacher des Publikums auf seiner Seite, als er, kaum auf der Bühne, zu aller erst eines seiner ausgestellten Werke gerade rückte.

Nach der Enthüllung begannen die Ehrungen vor rund 200 Anwesenden. Jeder Geehrte bekam eine Urkunde und ein

T-Shirt mit dem neuen Hessentags-Motiv.

Die Verantwortlichen – und das machte die Veranstaltung trotz drei Stunden Länge kurzweilig – hatten sich ein buntes Programm einfallen lassen. So ließen sie viele Sportler zu Wort kommen. Bogenschützin Irene Dotzel etwa erzählte, dass ihr Puls im Wettkampf dieser Konzentrations- und Präzisionssportart durchaus in die Höhe schießt. Und Sportler des Jahres Roman Müller antwortete auf die Frage, was eine Radball-WM in Malaysia zu suchen habe: „Keine Ahnung.“

Er und seine beiden Brüder Marco und Dominic sorgten für einen Höhepunkt des Abends: Die Veranstalter hatten einen echten Fernseh-Star für den Abend organisiert, die berühmte Torwand des ZDF-Sportstudios. Auf die sollten im Laufe des Abends alle Ballsportler schießen. Den familieninternen Vergleich gewann Marco Müller, der beide Bälle – einen unten rechts, einen oben links – mit seinem Fahrrad versenkte.

Später maßen sich noch Hockeyspieler, Volley- und Fußballer. Sportartübergreifend entschied Lorena Bernadie das Torwandschießen für sich. Erwähnenswert: Die Mittelfeldspielerin des SC Opel trat barfuß an, weil eine Teilnahme in ihren hochhackigen Schuhen wohl zu wacklig gewesen wäre. Auch die Judoka des JC Rüsselsheim sorgten für große Augen: Vier muskelbepackte Männer zeigten Figuren auf extra ausgelegten Matten, ehe gegen Ende des Abends die Spitzenleistungen separat gewürdigt wurden.

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