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Von Teilen des Internationalen technischen Entwicklungszentrum in Rüsselsheim will sich Opel trennen.

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Opel-Mitarbeiter gehen gegen Teilverkauf weiter auf die Barrikaden

Erneut spontane Versammlung der Belegschaft in der Zentrale

Wie vor gut einer Woche, haben sich auch am gestrigen Freitag wieder Mitarbeiter im Adam-Opel-Haus versammelt, um ihren Unmut über den geplanten Teilverkauf des Entwicklungszentrums zu äußern. Doch dieses Mal waren noch mehr gekommen. Über 1000 Menschen verteilten sich schätzungsweise im Foyer wie auch auf den Stockwerken darüber. Und dieses Mal ging alles noch schneller. „Um 9.25 Uhr habe ich über Mund-zu-Mund-Propaganda von der Versammlung gehört“, berichtet ein Mitarbeiter gegenüber dem Echo, „und sofort bin ich wie alle anderen losgegangen.“ Eine halbe Stunde später war das Adam-Opel-Haus gefüllt. Solidarisiert hatten sich mit den vom geplanten Teilverkauf betroffenen Ingenieuren viele Facharbeiter aus anderen Bereichen des Werks. Auch der Ton ist etwas rauer als zuvor unter den Mitarbeitern. Vereinzelt waren Pfiffe zu hören. „Die Stimmung ist richtig scheiße“, berichtet ein Kollege. Es herrsche richtig Druck im Kessel, fährt er fort. Viele seien aufgebraucht. Fühlten sich von der Geschäftsführung nicht ernst genommmen. Nach Meinung vieler verlaufe der geplante Teilverkauf sehr intransparent. Unklar seien etwa weiterhin die Bedingungen, zu denen bis zu 2000 Entwickler zum französischen Unternehmen Segula gehen sollen. „Wir wollen irgendwas dazu hören“, bringt es ein Opelaner auf den Punkt.

Zudem machte gestern Morgen das Gerücht bei Opel die Runde, die Geschäftsführung wolle an diesem Vormittag statt findende Gespräche mit dem Betriebsrat über einen Tagesordnungspunkt in der Einigungsstelle aus Kalkül platzen lassen, und somit vor Weihnachten noch Tatsachen zum Verkauf zu schaffen. „Details zu diesen Gesprächen kommentieren wir nicht öffentlich“, hieß von Opel dazu gestern.

(red)

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