Kein Scherz, das soll so sein: Die Türen öffnen gegenläufig. Opel hat mit dem Rocks-e einen City-Flitzer entworfen, der in vielerlei Hinsicht anders ist als ein gewöhnliches Auto. FOTO: opel
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Kein Scherz, das soll so sein: Die Türen öffnen gegenläufig. Opel hat mit dem Rocks-e einen City-Flitzer entworfen, der in vielerlei Hinsicht anders ist als ein gewöhnliches Auto.

Automobilbau

Opels neuer Elektro-Würfel soll die City rocken

Die Mobilität von morgen? Den Kleinstwagen "Rocks-e" dürfen schon Jugendliche ab 15 Jahren fahren.

Rüsselsheim -Komplett anders, komplett neu, komplett elektrisch, was Opel da präsentiert. Gestatten, das ist der erste Opel-SUM. Der neue Opel "Rocks-e" steht für "Sustainable Urban Mobility" (nachhaltige städtische Mobilität). Der emissionsfreie Elektroeinsteiger soll die Antwort auf die Mobilitätsanforderungen unserer Zeit sein - progressiv, klar und mutig, "typisch Opel", heißt es aus der Marketingabteilung zur Veröffentlichung der Details zu dem neuen Mini-Flitzer,

Der Hersteller erweitert damit sein Portfolio unterhalb des Corsa-e, das sich vom jugendlichen Fahranfänger bis zum Stadtrandpendler jeder leisten könne. Der Einstiegspreis werde deutlich unter dem eines Kleinwagens und die Leasingrate auf dem monatlichen Niveau eines Tickets für den öffentlichen Personennahverkehr liegen, heißt es. Genaueres gibt es noch nicht. Schätzungen gehen von rund 10 000 Euro aus.

Der neue Rocks-e soll in Deutschland ab Herbst online oder im Direktverkauf bei Opel-Händlern bestellbar sein - weitere Märkte sollen 2022 folgen. Beim Rocks-e profitiert Opel von der Mitgliedschaft im Familienverbund des Stellantis-Konzerns. Denn Citroën hat mit dem Ami (zu deutsch: Freund) bereits das französische Original vorgestellt.

Für Jugendliche ab 15 Jahren

Offensichlich ist der Opel Rocks-e kein großes Auto, das in den Innenstädten viel Verkehrsfläche benötigt. Da der 2,41 Meter kurze, 1,39 Meter (ohne Außenspiegel) schlanke und (inkl. Traktionsbatterie) 471 Kilogramm leichte Opel offiziell als Leichtkraftfahrzeug eingestuft wird, dürfen ihn bereits Jugendliche ab 15 Jahre mit Führerscheinklasse AM1 (Rollerführerschein) fahren.

2021 ist eine entsprechende Novellierung in Kraft getreten, so dass diese Regelung nun bundesweit gilt. Der Gesetzgeber unterstützt damit das Mobilitätsbedürfnis von Jugendlichen - besonders für den Weg zur Schule oder Lehrstelle.

Der Elektroeinsteiger mit 6 kW/8,2 PS bietet eine Reichweite von bis zu 75 Kilometern gemäß WLTP2, die sich mit bis zu 45 km/h zurücklegen lassen. Damit will man nicht nur Jugendliche, sondern auch Pendler ansprechen, die ihren Arbeitsweg emissionsfrei zurücklegen und sich nicht lange mit der Parkplatzsuche vor Ort aufhalten wollen.

Das Gefährt lässt sich auf seinen 14-Zoll-Rädern und mit dem Wendekreis von nur 7,20 Meter wohl sehr leicht durch enge Kurven oder in kleine Parklücken zirkeln.

Laden ist keine große Sache für die Kleinen: Die 5,5 kWh-Batterie des Opel Rocks-e kann in rund 3,5 Stunden zu 100 Prozent über jede gewöhnliche Haushaltssteckdose wieder aufgeladen werden. Das dazugehörige drei Meter lange Ladekabel ist fest im SUM untergebracht und wird einfach bei Bedarf aus der Beifahrertür gezogen. Zum Stromtanken an einer öffentlichen Ladesäule bietet Opel einen Adapter an.

Sitze innen sind versetzt

Der Rocks-e trägt das neue Markengesicht Opel-Vizor samt LED-Scheinwerfern und -Blinkern. Die Beifahrertür schwingt wie gewohnt nach vorne, die Fahrertür jedoch gegenläufig nach hinten auf. Auch an Front- und Heck finden sich dementsprechend einige Gleichteile.

Im Innenraum sind die beiden Sitze versetzt nebeneinander angebracht, so dass der Beifahrer über eine größere Beinfreiheit verfügt und der Fahrer seinen Sitz über einen großen Verstellbereich verschieben kann. Die Kopffreiheit ist auch für Menschen jenseits der 1,90 Meter üppig. Für den Rocks-e trifft daher die Bezeichnung "One size fits all" voll zu.

Trotz seiner kompakten Abmessungen gibt es zum Mitnehmen diverser Utensilien ein Stauvolumen von bis zu 63 Liter im Beifahrerfußraum - und einen Haken für die Shopping-Tüte in XXL.

Rocks? Da war doch mal was

Das Cockpit soll aufs Wesentliche fokussieren. Über das Display lassen sich auf einen Blick Geschwindigkeit, Fahrmodus (Drive, Neutral, Reverse), Ladezustand der Batterie sowie die verbleibende Reichweite ablesen. Auf der Mittelkonsole ist ein Smartphone-Halter angebracht. Hier lässt sich das eigene Smartphone griffgünstig aufstellen. Dank der kompakten Abmessungen und großen Fenster haben die -Fahrer stets guten Rundumblick. Das Panorama-Glasdach ist serienmäßig.

Der Name Rocks hat bei dem deutschen Hersteller übrigens Tradition. Bereits in der jüngeren Vergangenheit der Marke fuhren mit dem Opel Adam Rocks und dem Opel Karl Rocks Minis mit diesem Namen vor - individuell ausgestattet, mit Offroad-Applikationen gestylt für die täglichen Fahrten durch den Großstadtdschungel. red/ok

Mehr Platz für die Beine: Der Beifahrersitz ist etwas nach hinten versetzt. Ein Smartphone-Halter ist obligatorisch.

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