Opelvillen

Opelvillen als Sprungbrett für junge Künstler

In der Schleuse der Opelvillen wird erfolgreiche Nachwuchsförderung betrieben. Anlässlich von zehn Jahren Förderungsarbeit wurde ein Podiumsgespräch zu diesem Thema veranstaltet.

Die Opelvillen haben das zehnjährige Bestehen der Schleuse gefeiert, in der Kunststudenten seit September 2005 die Möglichkeit der Erstausstellung haben. Anlässlich des Jubiläums initiierten die Opelvillen eine Diskussionsrunde unter dem Titel „Zehn Jahre – zehn Statements“. Redner awren Julia Cloot vom Kulturfonds Frankfurt RheinMain, Elke Gruhn vom Nassauischen Kunstverein Wiesbaden, Stefanie Böttcher von der Kunsthalle Mainz, Felix Ruhöfer von basis e.V. Frankfurt, Anna Goetz vom Museum für Moderne Kunst Frankfurt und Anja Czioska von der Kultursteuerung Rüsselsheim für Bürgermeister Dennis Grieser. Moderiert von Beate Kemfert, Kuratorin der Opelvillen, wurden im Gespräch die Fördermöglichkeiten für junge Kunst in der Region ausgelotet.

Neben den Opelvillen laden das Museum für Moderne Kunst (MMK) in Frankfurt und der Nassauische Kunstverein in Wiesbaden Studierende zu Ausstellungen ein. Das MMK 3 organisiert jährlich die Absolventenausstellung der Frankfurter Städelschule, in der die Abschlussarbeiten der Studienabgänger gezeigt werden, wie Anna Goetz ausführte.

Elke Gruhn vom Wiesbadener Kunstverein erklärte das Engagement ihres Vereins, junge Künstler auszustellen, auch mit der Entwicklung und Zielsetzung der Bürgerinstitution. Der älteste Kunstverein der Stadt wurde bereits 1847 von Wiesbadenern Bürgern zur Förderung von bildender Kunst gegründet. Zuvor hatte die bürgerliche Gesellschaft keinen Zugang zur Kunst.

Anders stellt sich die heutige Situation für Kunst von Studenten in Mainz dar, wo die Kunsthalle erst 2007 von den Stadtwerken ins Leben gerufen wurde. Hier wird ebenfalls zeitgenössische Kunst gefördert und der Diskurs zu Studierenden gesucht, doch werden diese nicht in das Ausstellungsprogramm integriert.

Felix Ruhöfer von der Frankfurter basis e.V. erläuterte, wo nach dem Studium Arbeitsräume vergünstigt angemietet werde können und gab Infos zum Ausstellungs- und Atelierhaus. Anja Cioska warb für Rüsselsheim als Standort. „Kunst braucht Raum“, unterstrich auch Julia Cloot und führte aus, welche Kunst- und Kulturprojekte vom Kulturfonds Frankfurt RheinMain gefördert werden.

Am Ende der Gesprächsrunde formulierte Horst Herke aus dem Publikum, dass allein die Opelvillen ein Format für einzelne Positionen der Kunstakademien geschaffen haben. „Der Erfolg lässt sich sehen“, sagte Kemfert. Mehr als 30 Schleusenausstellungen wurden in zehn Jahren veranstaltet. Zum Jubiläum erreichten Erinnerungsschreiben ehemaliger Schleusenkünstler nicht nur aus Deutschland die Opelvillen.

(fnp)

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