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Alte Schichten werden ab- und neue wieder aufgetragen. Der Schotter für den Ostpark kommt aus dem Odenwald.

Neuer Schotter

Im Rüsselsheimer Ostpark rollen jetzt die Bagger an

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Lange ist an der Oberfläche der Wege im südlichen Ostpark nichts mehr getan worden. Jetzt kommt neuer Schotter drauf. Dafür rückt schweres Gerät an.

Rüsselsheim - Ein lautes Röhren, dann beginnt der Boden ein wenig unter den Füßen zu rütteln, als die schwere Walze sich den Weg entlangschiebt. Das schwere Gerät ist im Auftrag der Stadt Rüsselsheim angerückt. Seit Beginn dieser Woche werden die rund vier Kilometer Gehwege im Ostpark, südlich der Varkausstraße und im Bereich der Jugendverkehrsschule saniert.

Es ist höchste Zeit dafür. Nicht nur, weil das Frühjahr vor der Tür steht, sondern weil schon seit vielen Jahren nichts mehr hier an den Oberflächen gemacht worden ist, wie Baustadtrat Nils Kraft (SPD) gestern bei einem Ortstermin sagte und dabei kurz ins Schwärmen geriet: Viel Platz, mitten in der Stadt, ein paar Freizeitangebote, wie Kletterpark oder Tiergehege, ein wenig Gastronomie: Man müsse ja nicht bis in den Taunus oder den Odenwald fahren, um rauszukommen, so Kraft, der den Ostpark – mit 60 Hektar die größte Parkanlage der Stadt – sogar in seiner Wirkung als grüner Lunge für die Rüsselsheimer mit dem Central Park für die New Yorker verglich.

Rund 60 000 Euro

Rund 60 000 Euro nimmt Rüsselsheim in die Hand, um sauber zu machen, alte Schichten auf den uralten Schneisen ab- und neue wieder aufzutragen.

Derzeit ist man im Park noch mit festem Schuhwerk am besten beraten. Denn wenn es nass ist, wird der Boden schnell lehmig. Wenn mit wärmeren Temperaturen mehr Jogger, Familien mit Kindern auf dem Spaziergang zum Spielplatz oder Radfahrer die Wege kreuzen, soll alles wieder hergerichtet sein. Auch aus Gründen der Verkehrssicherheit. Zunächst wird auf dem Wegenetz das Laub und altes Holz entfernt.

Aus dem Odenwald

Dann werden die alten Belege mit Planierschaufeln vorsichtig abgetragen, wie Maximilian Henkelmann von der Grünplanung der Stadt erklärt. In einem dritten Schritt kommt der neue Schotter oben drauf, erst in der groben Version, später für die „Verschleißschicht“ noch als millimeterfein gemahlener Kies in grau (wie im Ostpark Nord), der mit einer tonnenschweren Walze schließlich platt gemacht wird. Die Natursteine werde übrigens aus dem Odenwald angekarrt. „Besondere Festigkeit“, sagt Henkelmann. Und für den Komfort beim Gehen. Bis Anfang März, je nach Witterung, soll alles fertig sein. „Wir ziehen das jetzt durch“, gibt Henkelmann als Losung aus. Für die Arbeiten wird der Ostpark nicht extra gesperrt. Die Arbeiter sind angehalten, Rücksicht zu nehmen.

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