Gesangsverein

Petra Hübner schöpft Kraft aus ihrem Hobby

Petra Hübner ist die neue Vorsitzende des Gesangvereins Eintracht. Die Hauptversammlung hat sie am Samstag als Nachfolgerin von Heinz-Rüdiger Karn bestimmt, der den Verein seit 2010 führte.

Im 150. Jahr seines Bestehens wählt der Gesangverein Eintracht mit Petra Hübner und ihrer Stellvertreterin Daniela Zülch eine neue Führungsspitze. Rasch stellt sich heraus: Der Wechsel ist weniger ein personeller Umbruch als ein Aufbruch in ein aufregendes Jubiläumsjahr.

Die 56 Jahre alte Petra Hübner, die in Mainz geboren wurde und seit 1971 in Nauheim lebt, kennt die Eintracht in- und auswendig. Seit 2001 gehört sie dem ältesten Verein im Ort an. Bei ihrem Eintritt schloss sie sich dem Chor „Mittendrin“ an. Im Vorstand wirkte sie von Anfang an mit, war bereits zweite Vorsitzende und zuletzt Schriftführerin.

Nun also Vereinschefin und das ausgerechnet im Jubiläumsjahr. Hübner sieht das nicht als Bürde, sondern eher als „große Herausforderung“, erklärt sie im Gespräch mit dieser Zeitung nach ihrer Wahl. Ihr sei nicht bange vor den Aufgaben, die das Jubiläumsjahr mit sich bringe, im Gegenteil. „Das Organisationsteam hat schon viel vorbereitet, der Programmablauf ist fertig“, betont sie.

Doch sie will und kann sich keinesfalls zurücklehnen. Mit Daniela Zülch als Stellvertreterin an ihrer Seite habe sie ein ebenso engagiertes wie geschätztes Vorstandsmitglied an ihrer Seite. Zülch kümmerte sich zuletzt um die

Öffentlichkeitsarbeit

der Eintracht, erledigte diesen Job so zielstrebig und professionell wie kaum eine andere Führungskraft in einem Nauheimer Verein.

Sie versprüht Tatendrang, das merken die rund 50 Anwesenden und applaudieren: Gerade ist sie zur zweiten Vorsitzenden gewählt, sagt sie den Mitgliedern zu, mangels eines Nachfolgers für das Amt des Pressewarts diese Aufgabe nebenbei weiterhin auszuüben.

Petra Hübner versprüht ihrerseits Elan. Sie schöpft Kraft aus ihrem Hobby. „Singen ist was Schönes, es macht einfach Spaß, weil damit anderen eine Freude bereitet werden kann“, betont sie. Gerade der Chorgesang ermögliche dieses Erlebnis. Was ein Einzelner mit seiner Stimme nicht leisten könne, gelinge als Gemeinschaft. Sie bekräftigt: „Jeder kann fünf Stunden unter der Dusche singen, aber nur gemeinsam können wir einen vier- oder sechsstimmigen Chorsatz präsentieren.“

Das Jubiläumsjahr gehe sie sportlich an. Sie profitiere von den Vorleistungen des früheren Vorstands, der in der Hauptversammlung mit Beifall verabschiedet wird. Selbst Details seien schon geklärt. Etwa der Ablauf der akademischen Feier am 25. Februar ab 11 Uhr im Saalbau. Drei Chöre treten dort auf. Schirmherr ist der Bürgermeister, und sogar der Landrat sei eingeladen, ein Grußwort zu sprechen.

Zur Unterhaltung plant die Eintracht ein

Interview auf der Bühne

. Wie beim bevorstehenden Neujahrsempfang der Gemeinde wurde Udo Döring als Conférencier engagiert. Er soll mit dem Ehrenvorsitzenden Alwin Geyer, der auch Ehrenbürger der Gemeinde ist, ein Interview führen und über Anekdoten plaudern.

Für das Jubiläumskonzert am 27. Oktober kündigt Hübner ein „frisches Programm“ an, das unter dem Motto „Freiheit“ steht. Dirigent Alexander Grün, der die Chöre nun mehrere Monate auf diesen Auftritt einstimmt, appelliert an die Eintracht, neue Mitstreiter fürs Singen zu gewinnen. Hübner und Zülch nehmen den Aufruf ernst. Die Vorsitzende bittet die Mitglieder eindringlich, Gleichgesinnte zu werben. Singen könne jeder. Gutes Singen lasse sich lernen und die Behauptung, keine Zeit zu haben, sei nichtig. „Die muss man sich nehmen“, sagt die Vereinschefin.

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