„Raketen abfeuern mochte ich noch nie“

Immer dieser Stress mit der leeren Sektflasche, die latente Verbrennungsgefahr und dann die Genickstarre vom ständigen Hinterherschauen: Raketen abfeuern zu Silvester mochte ich noch nie besonders.

Immer dieser Stress mit der leeren Sektflasche, die latente Verbrennungsgefahr und dann die Genickstarre vom ständigen Hinterherschauen: Raketen abfeuern zu Silvester mochte ich noch nie besonders.

Aber mein vermeintliches Spießertum beiseite: Silvester-Feuerwerk ist für mich aus ökologischen Gründen tabu. Es setzt Feinstaub frei, erschreckt Tiere, und die Arbeitsbedingungen in den Herstellungsländern sind oft zum Davonlaufen.

Nur, dass die Arbeiter dort gerade das nicht können, weil sie abhängig sind von ihren Löhnen. Ob aus China oder Indien, viele Böller werden per Hand befüllt und verpackt. Eingeatmtet werden die giftigen Substanzen natürlich auch dabei.

Wer in Deutschland hergestelltes Feuerwerk kauft, kann das zumindest vermeiden, aber der Feinstaub bleibt. Das Gleiche gilt leider auch für Wunderkerzen, die ich eigentlich sehr schön finde, weil sie so still und trotzdem beeindruckend sind.

Eine ebenfalls laute und bunte Alternative, gerade auch für Kinder, können mit Konfetti gefüllte Butterbrottüten sein: Aufblasen, draufhauen, freuen. Und den Müll wegkehren, natürlich.

Nur, weil man auf Raketen und Co. verzichtet, sieht man ja trotzdem die Feuerwerke der anderen – nur ohne Stress, ohne Verbrennungen, ohne Genickstarre. Und ohne schlechtes Gewissen. lor

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