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Hoch hinaus: Mathias Böhm vom RSG Magaretenhof Bischofsheim auf Diva van Overis beim Riders Cup 2017.

Pferdesport

Der Riders Cup findet statt

„Der Riders Cup findet auf jeden Fall statt“, verkündete Cora Feldmann, Vorsitzende des Reitsportvereins Rüsselsheim, am Dienstag – eine gute Nachricht. Doch für das Parkplatzproblem muss der Verein noch eine Lösung finden.

Noch Ende des vergangenen Jahres sah es für den Vorstand des Reitsportvereins Rüsselsheim (RSVR) fast so aus, als müsse der Riders Cup – das große Dressur- und Springturnier bis zur Klasse S – abgesagt werden. Schuld an der unsicheren Planungslage waren die Container der Sophie-von-Opel-Schule, die als Interimslösung auf dem Siedlerplatz und dem Schulhof der Hasengrundschule aufgestellt wurden. Hier hatten die Turnierteilnehmer in den Jahren zuvor ihre Pferdeanhänger und Fahrzeuge geparkt. Unter dem ehemaligen Oberbürgermeister Patrick Burghardt (CDU) wurde beschlossen, das Turnier von vormals drei auf zwei Tage, 7. und 8. Juli 2018, zu verkürzen und den Kurt-Schumacher-Ring zu sperren, damit die Reitsportler ihre Fahrzeuge dort abstellen können.

„Ende des Jahres hörten wir, dass die Adam-Opel-Straße saniert wird. Da haben bei uns natürlich alle Alarmglocken geschrillt, und wir wussten nicht, ob das Turnier noch stattfinden kann“, erinnert sich Cora Feldmann, Vorsitzende des RSVR. Umso ungeduldiger habe sie darauf gewartet, dass der neue Oberbürgermeister Udo Bausch (parteilos) in sein Amt eingeführt wird, um dann mit ihm das Gespräch über die unsichere Lage zu führen. Vor wenigen Tagen war es endlich so weit. „Ich hatte tatsächlich ein Grummeln im Bauch, als ich zum Rathaus gefahren bin“, gibt Feldmann zu, so wichtig ist ihr das Turnier.

„Das Gespräch war sehr positiv. Der Oberbürgermeister hatte sich augenscheinlich schon intensiv mit unserer Problematik beschäftigt und schlug zwei Lösungsansätze vor, die wir nun gleichzeitig verfolgen“, berichtet Feldmann. Zunächst einmal habe ihr Bausch zugesichert, dass die Sperrung des Kurt-Schumacher-Rings trotz der Sanierung der Adam-Opel-Straße erfolgen könne. Da der Verein aktuell die Kosten für die Sperrung und die Umleitung des Verkehrs alleine stemmen muss, habe ihr Bausch geraten, einen Antrag auf Kostenübernahme durch die Stadt zu stellen. „Das habe ich gemacht. Über diese Empfehlung des Oberbürgermeisters habe ich mich sehr gefreut“, sagt Feldmann.

Ob es tatsächlich zu einer Übernahme der Kosten kommt, sei noch unklar. Falls dem Antrag nicht stattgegeben wird, müsse der Verein die Kosten eben selbst tragen. „Dann hätten wir keine Einnahmen durch das Turnier, die sonst in unser therapeutisches Reiten fließen würden. Das wäre sehr schade, da die finanzielle Lage des Vereins durch den Wegfall der Vereinsförderung aufgrund des nichtgenehmigten Haushalts 2017 ohnehin angespannt ist“, bemerkt Feldmann. Aber sie versichert: „Der Riders Cup wird jedoch auf jeden Fall stattfinden.“

Der zweite Lösungsansatz beinhalte eine Ausweitung des Geländes des Reitsportvereins. So wäre der RSVR bei größeren Turnieren und Veranstaltungen, aber auch beim täglichen Schulbetrieb, nicht mehr auf vereinsfremde Flächen angewiesen. „Herr Bausch hat mir geraten, einen Antrag auf Erbpacht einer an das Areal des RSVR angrenzenden Fläche zu stellen, die unser Gelände um einiges vergrößern würde. Darauf könnten wir dann Parkplätze und später vielleicht auch mehr Platz für die Pferde schaffen. Dem Rat bin ich gefolgt“, erklärt die Vereinsvorsitzende. Auch das Areal, das dem Verein zurzeit gehört, sei dem RSVR per Erbpacht von der Stadt zur Verfügung gestellt worden.

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