Verkehr

Route für Radler getestet

Die Radwege vom Bahnhof bis zum geplanten Wohnquartier Am Ostpark sind weitgehend in Ordnung, es gibt aber auch Verbesserungsmöglichkeiten. Das haben Teilnehmer einer Radtour jetzt aus erster Hand erfahren.

„Das künftige Wohnquartier“, stellt Luisa Scheerer zwischen dem früheren und dem noch benutzten Sportplatz an der Georg-Jung-Straße fest. Die stellvertretende Vorsitzende des Vereins Energiewende ist mit den rund 15 Teilnehmern der Radtour nach gut 75 Minuten am Ziel. „Uns ist daran gelegen, dass das Neubaugebiet gut angeschlossen ist“, sagt sie. Gut angebunden für Fahrradfahrer.

Es sei erwiesen, dass Menschen ihr Mobilitätsverhalten überprüfen, wenn sie umgezogen sind. Deshalb sollten die Bewohner des geplanten Wohnquartiers Am Ostpark die Chance haben, sich für das Fahrrad zu begeistern.

Der Verein beschäftigt sich in diesem Jahr mit dem Schwerpunktthema Radverkehr in Rüsselsheim und prüft mit einer Radtour die Anbindung des geplanten Neugebietes für Fahrradfahrer.

Das Wohngebiet soll für 1200 Menschen entwickelt werden. „Es ist mit etwa 450 zusätzlichen Autos zu rechnen“, schätzt die ehrenamtliche Radverkehrsbeauftragte Brit Scherer. Das innere Quartier soll autofreie Zone werden, weiß Scheerer. „Es wäre schön, wenn die Leute direkt mit dem Fahrrad fahren“, sagt sie.

Die Route Darmstädter Straße, Burggrafenlacher Weg, Hans-Sachs-Straße, Am Brückweg, August-Bebel-Straße – alternativ der kombinierte Radweg entlang der Hochschule Rhein Main – Schreberstraße und Robert-Bosch-Straße verknüpft Bahnhof, Hallenbad, Hochschule, GPR-Klinikum, Einkaufszentrum an der Adam-Opel-Straße mit dem Wohngebiet. Es ist durchaus gut möglich, mit dem Fahrrad vom Bahnhof dorthin zu gelangen, stellen Scheerer, Vorsitzender Hans-Dieter Scherer-Gerbig, Vereinsmitglied Mario Schuller (auch Kreisvorsitzender des ADFC) sowie Brit Scherer fest. Dennoch entdecken sie ein paar Stellen, die verbesserungswürdig seien.

Beispielsweise fällt der kombinierte Rad- und Fußgängerweg von der August-Bebel-Straße an dem Parkplatz der Hochschule vorbei bis zur Straße An der Lache ins Auge. Hier gelte es ein Gesamtkonzept zu entwickeln, so die Radverkehrsbeauftragte. Der Weg könne beispielsweise den Fußgängern überlassen werden, die Radfahrer könnten dann über den Parkplatz geführt werden.

„Richtig schlimm“ findet Scheerer den Übergang von dem Rad- und Fußweg auf die Straße An der Lache. Diese Ecke gleicht einer Baustelle, zudem ist der Bordstein nicht abgesenkt.

Im Dreieck Haßlocher Straße, Burggrafenlacher Weg und Neckarstraße wünscht sich Scheerer eine deutliche Markierung für das Ende des Fahrradweges. Die Ein- und Ausfahrt beim Einkaufszentrum an der Schreberstraße wird ebenfalls als gefährlich für Fahrradfahrer empfunden.

Die Bordsteine am Hallenbad sollten für Fahrradfahrer abgesenkt werden. Mario Schuller wundert sich zudem, dass es dort noch keine Fahrradständer gibt. Die sollen noch gestellt werden, so Scherer.

Mehr Fahrradabstellplätze stehen ohnehin auf dem Wunschzettel des Vereins und der Radverkehrsbeauftragten. Dies fängt beim Ärztezentrum am Burggrafenlacher Weg an und hört beim Einkaufszentrum auf. Auf einem Stellplatz am Ärztezentrum könnten sechs Fahrräder abgestellt werden, so die Radverkehrsbeauftragte. Das wären sechs Autofahrer weniger.

Positiv wird der ein wenig versteckte Abstellplatz am Klinikum bewertet. Ein Schild könne auf die Abstellfläche aufmerksam machen. rko

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