Bei Anruf Betrug: Diese Erfahrung musste eine 80-Jährige in Rüsselsheim machen. (Symbolbild)
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Bei Anruf Betrug: Diese Erfahrung musste eine 80-Jährige in Rüsselsheim machen. (Symbolbild)

Polizei warnt

Betrüger am Werk: 80-Jährige von falschen Polizisten um enorme Summe betrogen

  • Marcel Richters
    vonMarcel Richters
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Eine 80-Jährige ist in Rüsselsheim Opfer von Betrügern geworden. Falsche Polizisten stahlen ihr eine hohe Summe Geld.

Rüsselsheim – Eine 80 Jahre alte Frau ist in Rüsselsheim Opfer eines Betrugs geworden. Die Polizei warnt eindringlich vor der Masche. Aufgefallen war der Betrug, als die Seniorin am Montag (22.02.2021) auf die Polizeistation in Rüsselsheim kam. Eigentlich hatte sie sich nach dem Verbleib ihrer Wertsachen erkundigen wollen, von denen sie angab, diese am 3. Februar Polizeibeamten übergeben zu haben.

Schnell wurde den Beamten in Rüsselsheim klar, dass es keine echten Kollegen gewesen waren, die der Frau ihre Wertsachen abgenommen hatten. Vielmehr stellte sich heraus, dass die 80-Jährige am 2. Februar von einem „Kriminalbeamten Wagner“ angerufen worden war. Dieser hatte ihr erläutert, dass eine festgenommene Diebesbande an ihr Erspartes wolle. Daher solle sie dieses sicherheitshalber der Polizei übergeben.

Polizei warnt vor falschen Anrufen nicht nur in Rüsselsheim

In gutem Glauben tat die Frau das am 3. Februar dann. Ein großer, dunkelhaariger Mann mit Mundschutz holte eine Tasche bei der 80-Jährigen in Rüsselsheim ab. In der Tasche hatte die Seniorin Bargeld, Schmuck und Goldmünzen im Wert von mehr als 150.000 Euro verstaut. Der Mann nahm die Beute mit und verschwand. Was aus der Beute wurde, ist unklar. Auch eine Frau aus Mörfelden-Walldorf war einem ähnlichen Betrug wenige Tage später nur knapp entgangen.

Daher warnt die Polizei erneut eindringlich vor falschen Anrufern. Am Telefon sollte keine Auskunft zu finanziellen oder persönlichen Verhältnissen gemacht werden. Außerdem verlangen Polizeibeamte niemals die Herausgabe von Wertgegenständen. Schon im geringsten Zweifel sollte die nächste Polizeidienststelle verständigt werden. Auch eine Rücksprache mit Angehörigen ist unbedingt zu empfehlen. Im Notfall sollte die 110 gewählt werden. (Marcel Richters)

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