Erzieher

Rüsselsheim begrüßt neue Kita-Mitarbeiter

Bilden und Betreuen: Die Anforderungen an Erzieher sind groß. 32 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt stellen sich dieser Herausforderung in den Kindertagesstätten.

Zwölf Sozialassistentinnen, 18 Erzieherinnen und Erzieher im Anerkennungsjahr und zwei Beschäftigte in der berufsbegleitenden Ausbildung traten zum neuen Kindergartenjahr in den Dienst der Stadt. Baudezernent Nils Kraft bekundete bei der offiziellen Begrüßung der Stadt seine „Hochachtung, dass Sie sich für diesen anspruchsvollen Beruf entschieden haben“. Er sprach von Herausforderungen des Berufsbildes im Bildungswesen.

Kraft vertrat dabei Bürgermeister und Sozialdezernent Dennis Grieser. Als Baudezernent seien Kraft die Kitas nicht völlig fremd, sagte er. Berührungspunkte bestünden beispielsweise bei Gesprächen mit den Leitungskräften über notwendige Sanierungen von Kitas. „Dann bekomme ich mit, wie das Leben in den Kitas ist und was für eine Herausforderung Sie erwartet“, meinte er.

Die Stadt sei immer auf der Suche nach qualifizierten Arbeitskräften. Er freue sich daher, dass die Neulinge sich künftig einbringen werden und hoffe, dass sie dabei Freude und Neugierde mitbringen werden. Denn die pädagogische Arbeit entwickle sich in allen Richtungen. Ein großer Schwerpunkt müsse auf den Erwerb der Sprache gelegt werden, führte er weiter aus, denn diese würde den Kindern die Türen für den Erfolg im Leben öffnen.

Simone Kübel stellte ihren Fachbereich Bildung und Betreuung als groß und mit vielfältigen Aufgaben vor. Die Fachbereichsleiterin kündigte den Bau von weiteren Kitas an und würde die Neulinge gerne in den neuen Einrichtungen übernehmen. Unter denen befinden sich auch Mona Abou El Nadar und Bojana Mandic, beide Erzieherinnen im Anerkennungsjahr.

Mandic arbeitet bereits seit fünf Jahren an der Kita Ahornallee. Zwei Jahre dauerte die Sozialassistenz, die Grundlage für den Beruf einer Erzieherin. Jetzt befindet sie sich im dritten Jahr ihrer Ausbildung zur Erzieherin. Die 20-Jährige wuchs in einer großen Familie auf. Bei der Betreuung ihrer Geschwister mitzuhelfen stand also häufig auf dem Programm. Mehrere Schulpraktia an Kitas folgten. Dabei erkannte sie, dass dies der richtige Beruf für sie ist „Man gibt den Kindern viel und die Kinder geben auch viel zurück“, betonte sie. Für Abou El Nadar ist die Ausbildung vielmehr eine Alternative zu ihrem ursprünglichen Berufswunsch. Denn eigentlich wollte sie Erziehungswissenschaften studieren. Doch sie erhielt keinen Studienplatz. Mit dem Abitur und lediglich einer Zwischenprüfung konnte sie sich die Ausbildung zur Sozialassistentin sparen und als Quereinsteigerin gleich in die Erzieherinnenausbildung einsteigen.

Sie absolviert das Anerkennungsjahr an einer Betreuungsschule, der Grundschule Hasengrund. Auch wenn es mit dem Studium zunächst nicht geklappt hat, betont sie, dass sie die Arbeit mit den Kindern liebt. „Das macht viel Spaß, ist aber auch eine große Herausforderung“, weiß die 22-Jährige.

Die beiden jungen Frauen wollen jetzt in ihrem Anerkennungsjahr praktische Erfahrung sammeln und Einblicke in den Berufsalltag gewinnen. „Die richtige Arbeit habe ich noch nicht erlebt“, berichtet Abou El Nadar, die nach ihrer Ausbildung doch noch Erziehungswissenschaften studieren möchte. Mandic hofft, dass die Neuen von den Kollegen als vollwertige Mitglieder im Kollegium angesehen werden.

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