Als nächster Schritt sollen Fairtrade-Produkte nun regelmäßig in der "Snack Box", dem Schulkiosk, erhältlich sein. 	Foto: sura
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Als nächster Schritt sollen Fairtrade-Produkte nun regelmäßig in der "Snack Box", dem Schulkiosk, erhältlich sein.

Ernährung

„Fairtrade-Schule“ - Mit Schokolade für eine gerechtere Arbeitswelt

  • vonDr. Susanne Rapp
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Alles begann mit einer AG: Schüler, Eltern und Lehrer machen sich für Fair-Trade-Produkte stark. Demnächst soll es die auch in der Mensa des Neuen Gymnasiums geben.

Rüsselsheim -Gerade hat die Glocke im Neuen Gymnasium die Pause eingeläutet, und schon hat sich eine lange Schülerschlange vor dem Infostand der Fairtrade-AG gebildet. Jede Menge Informationen, Schokolade und einige kleine Geschenke wie Einkaufswagenchips und Magnetblöcke gibt es. Corona-bedingt wurde die Urkunde, mit der das Neue Gymnasium zur ersten Fairtrade-Schule in Rüsselsheim wird, in kleinem Rahmen übergeben. Alles wurde aufgezeichnet und die Übergabe sowie gute Wünsche und Meinungen von AG-Mitgliedern können auf der Website des Neuen Gymnasiums angesehen werden.

Fairtrade-Schule in Rüsselsheim: 40 Mitglieder in der AG

Im April des vergangenen Jahres begann die Arbeit der Fairtrade-AG am Neuen Gymnasium, wobei das Thema Fairtrade in den Unterrichtsfächern Erdkunde, PoWi und Ethik/Religion behandelt wurde. Beim Schulsommerfest gab es Bio-Fairtrade-Bananenshakes und bei einer Benefizveranstaltung für krebskranke Kinder waren auf dem Schulgelände sechs verschiedene Stände mit Fairtrade-Produkten vertreten, erinnert sich Erdkundelehrer und AG-Leiter Stefano Lucifero.

Das Besondere an der AG sei, dass diese nicht im Stundenplan verankert ist, sondern nur für konkrete Projekte zustande kommt. 40 Mitglieder gehören zur AG, darunter Lehrer, Schüler und Eltern.

Der Gedanke eine gerechte Arbeitswelt zu fördern: Faire Produkte in Mensa und Kiosk

Als nächster Schritt sollen Fairtrade-Produkte nun regelmäßig in der "Snack Box", dem Schulkiosk, erhältlich sein. Weitere Themen rund um Fairtrade sind bereits angedacht. So etwa alternative Angebote in der Schulmensa oder auch die Schulkleidung, die mit Fairtrade-Produkten produziert werden soll.

Wichtig sei es, die Schüler für das Thema zu sensibilisieren, selbstkritisch auf ihr Konsumverhalten zu blicken und darauf zu achten, wenn möglich Fairtrade-Produkte zu nutzen. "Wir können nicht die Welt retten", sagt Lucifero, "aber wir können Präsenz zeigen". Der Fairtrade-Gedanke habe sich an der Schule fest etabliert.

Bislang gibt es 24 Fairtrade-Schulen in ganz Hessen. Der Gedanke, gerechtere Lebens- und Arbeitsbedingungen in den produzierenden Ländern zu fördern, ist den AG-Mitgliedern ein wichtiges Anliegen. Schulleiterin Maja Wechselberger formuliert dies so: "In der Schule wird ein Stück weit globale Solidarität gelebt."

Ein Schüler der AG begründet seine Meinung mit den Worten: "Engagement für fairen Handel ist für mich wichtig, weil wir als Endkonsumenten eine Verantwortung als kaufende Kraft tragen." Der 10. September als Tag der Urkundenübergabe ist gleichzeitig auch der "Tag der Nachhaltigkeit in Hessen" Von Susanne Rapp

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