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Am neuen Standort für die Taxis am GPR-Klinikum herrsche zu viel Verkehr, beklagt ein Fahrer.

Stadt schweigt zu Gründen

Ärger wegen verlegter Taxiplätze am Klinikum - Fahrer beklagen chaotische Situation

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Die Plätze der Taxifahrer am GPR-Klinikum sind verlegt worden. Fahrer sind mit dem neuen Standort alles andere als zufrieden. Es habe weder eine Vorwarnung noch eine Begründung gegeben.

Rüsselsheim - Ravinder Singh wirkt frustriert und verzweifelt. Der Taxifahrer steht mit seinem Wagen am Stand vor dem GPR-Klinikum. Genauer gesagt: Er steht am neuen für ihn und seine Kollegen vorgesehenen Standort. Und der steht einige Meter seitlich versetzt zum Haupteingang. Auf der einen Seite befindet sich noch das Krankenhaus, auf der anderen Seite kommt schon die Hochschule.

Wenden nicht möglich

Zwar gibt es auch dort, wie schon am alten Standort gegenüber dem Café Hummel, fünf Plätze für Taxis, doch Singh zufolge herrscht nun viel mehr Verkehr. Nimmt er einen Kunden auf, könne er deswegen mit seinem Auto nicht umdrehen, sondern nur in eine Richtung herausfahren. Ansonsten stünden für den Kunden schon einige Euro auf der Uhr, bevor die Fahrt überhaupt losgegangen ist.

Am alten Standort, wo jetzt Fahrzeuge für Krankenfahrten stehen, sei es einfach ruhiger gewesen. Auch habe es dort nicht so viel Durchfahrtsverkehr gegeben und Fahrer, die Parkplätze suchten. Manch einer würde jetzt sogar die Taxiplätze blockieren.

Der Stand sei von einem auf den anderen Tag verlegt worden, ohne Vorwarnung oder Angabe von Gründen. Er habe sich deshalb schon an das Ordnungsamt gewandt, erzählt Ravinder Singh. Jedoch habe er von dort keine Rückmeldung bekommen.

Überhaupt kann momentan niemand bei der Stadtverwaltung sagen, wieso die Taxiplätze verlegt wurden. Der zuständige Mitarbeiter, so heißt es von der städtischen Pressestelle, sei zurzeit nicht im Dienst. Als diese Begründung in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses thematisiert wird, geht ein ungläubiges Raunen durchs Publikum. „Das kann doch nicht wahr sein“ , sagt einer.

Anscheinend kann das allerdings sehr wohl sein. Daran ändert auch nichts, dass auch ein Sprecher des GPR-Klinikums im Gespräch mit dieser Zeitung äußert, dass man sich in dem Krankenhaus sehr für die Gründe der Entscheidung interessiere, die Taxiplätze andernorts zu platzieren. Die Klinik selbst habe damit jedenfalls „nichts zu tun“.

Niemand bevorzugt

Der Sprecher gibt zu bedenken, dass direkt vor dem Klinikum noch ein Taxiplatz vorhanden sei. Man könne sich durchaus vorstellen, diesen noch um einen zweiten zu erweitern. Ein halbes Dutzend Plätze, wie von Taxifahrern gefordert worden sei, seien aber zu viel.

Wenn ein Patient des GPR-Klinikums ein Taxi benötige, werde stets eigens eines gerufen. Dabei werde auch kein Taxiunternehmen bevorzugt oder benachteiligt. Auch wenn in der Vergangenheit schon das Gegenteil behauptet worden sei. „Wir haben eine Liste, die wir der Reihe nach von oben nach unten durchgehen“, berichtet der Sprecher.

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