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Absage

Kein Trainingsgelände für die Rüsselsheim Crusaders

Wo sollen die American Footballer der Crusaders künftig trainieren? Die Hoffnung auf ein Trainingsgelände in Raunheim hat sich zerschlagen.

Rüsselsheim - Bald beginnt für die Rüsselsheim Crusaders der Spielbetrieb in der Oberliga. Doch seit Wochen können sie nicht so trainieren, wie es ihrer Ansicht nach notwendig ist. Denn ihr eigentlicher Trainingsplatz muss aufbereitet werden. Eine Lösung war mit einer zeitlich begrenzten Nutzung des Sportplatzes in Raunheim in Sicht. Doch nun hat Raunheim „Nein“ gesagt.

Lange hat es gedauert. Am 22. Oktober habe Oberbürgermeister Udo Bausch (parteilos) ein Schreiben an Bürgermeister Thomas Jühe (SPD) verfasst, das einen Tag später versendet wurde, teilte die Pressestelle der Stadt Rüsselsheim am 18. Januar mit. In dem Schreiben habe Bausch die Stadt Raunheim um Unterstützung bei der Suche nach einem alternativen Trainingsplatz für die Rüsselsheim Crusaders gebeten.

Platz an der Mainwiese ist nicht bespielbar

Derzeit können die American Footballer ihren eigentlichen Platz an der Mainwiese nicht nutzen. Der Boden ist wegen der Dürre im Sommer und dem Morast im Winter nicht bespielbar.

Die Hallen, die von der Stadt Rüsselsheim zugeteilt wurden, seien zu klein, um Spielzüge zu trainieren, sagt Peter Belger vom Vorstand der Crusaders. „Die Hallen helfen uns nur für die kurze Zeit der ersten Trainingsphase, in der Ausdauer, Agility und Theorie auf dem Plan stehen“, erklärt Belger. Der Verein sei sehr dankbar, dass die Rüsselsheimer Stadtverwaltung die Footballer dafür gut ausgestattet habe. Das bringe die Football-Spieler jedoch nun seit Wochen nicht mehr weiter.

Raunheim: Rüsselsheim Crusaders dürfen den Platz nicht nutzen

Der Fachbereich Sport und Ehrenamt habe in der Zwischenzeit mehrfach an verschiedenen Stellen in Raunheim nachgefasst, hieß es am 18. Januar. Nun kam Anfang der vergangenen Woche aus Raunheim endlich eine Antwort: Die Rüsselsheim Crusaders dürfen den Sportplatz in Raunheim nicht mitbenutzen.

Auf Nachfrage begründet Bürgermeister Thomas Jühe die Entscheidung seiner Stadtverwaltung: „Der maßgeblichste Grund ist, dass wir einfach keine Kapazitäten haben. Einer unsere Plätze ist aufgrund von Bauarbeiten zurzeit komplett gesperrt. Hier wird Kunstrasen verlegt. Und der Raunheimer Fußballverein möchte nicht auf Trainingszeiten verzichten.“ Als dritten Grund nennt Jühe die Vorgehensweise des Crusaders-Vorstands: „Wer an die Öffentlichkeit geht, ist raus.“

Es sei schade, dass es mit Raunheim nicht geklappt hat, sagt Peter Belger enttäuscht. „Wir akzeptieren und respektieren diese Entscheidung jedoch und bedanken uns bei der Raunheimer Stadtverwaltung für die investierte Zeit und die Prüfung unseres Anliegens.“

Rüsselsheim sucht nach Alternativen für die Footballer

Es werde aktuell gemeinsam mit der Stadt Rüsselsheim nach einer Alternative gesucht, so Belger weiter. „Die Zusammenarbeit zwischen der Stadt und den Crusaders ist diesbezüglich sehr intensiv und äußerst konstruktiv.“ 

Er wolle sich herzlich bei den Mitarbeitern der Abteilung Sport- und Ehrenamt für ihre Mühen bedanken, betont der zweite Vorsitzende der Crusaders. Die Crusaders hätten es in den vergangenen zwei Jahren geschafft, sich in die Oberliga hinauf zu kämpfen. Er sei optimistisch, dass der Verein mit seinen erstklassigen Spielern und Coaches auch diese schwierige Situation meistern werde.

Oberbürgermeister Udo Bausch teilt auf Nachfrage mit: „Unabhängig von unserer Anfrage in Raunheim haben wir das Herrichten des vorhandenen Trainingsgeländes bereits vorgezogen und intensiviert, so dass es teilweise schon wieder genutzt werden kann. Auch prüfen wir ganz aktuell eine Kooperationsmöglichkeit zwischen den Crusaders und einem anderen Rüsselsheimer Verein, die ein Training auch in den Abendstunden unter Flutlicht erlaubt.“

Anfang des Jahres haben sich die Jugendabteilungen der Rüsselsheim Crusaders und die der Club Universe Frankfurt zusammengeschlossen.

von DANIELA HAMANN

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