Das Entwicklungszentrum bei Opel in Rüsselsheim.
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Opel droht Entwicklern mit Jobverlagerung nach Marokko. (Symbolbild)

Jobverlagerung

Schock im Opel-Entwicklungszentrum: Mitarbeiter sollen sich nach neuem Job umsehen

  • Erik Scharf
    VonErik Scharf
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Im Entwicklungszentrum von Opel in Rüsselsheim sollen Stellen wohl ins Ausland verlagert werden. Die Beschäftigten erhalten eine beunruhigende Information – und wehren sich.

Rüsselsheim – Beim Autobauer Opel in Rüsselsheim müssen sich die Beschäftigten des Entwicklungszentrums offenbar Gedanken um ihre Zukunft machen. Das geht aus einem Bericht der Wirtschaftswoche vom Mittwoch (13.10.2021) hervor. Offenbar will der Mutterkonzern Stellantis Stellen ins Ausland verlagern.

Laut einer Mitarbeiter-Info des Betriebsrats sei Beschäftigten des Entwicklungszentrums in Rüsselsheim in Personalgesprächen gedroht worden, ihre Aufgaben aus Kostengründen nach Marokko zu verlagern. Sie sollten sich nach einer neuen Tätigkeit umsehen. Das Unternehmen äußerte sich am Mittwoch zunächst nicht zu den Informationen.

Opel in Rüsselsheim: Mitarbeiter sehen ihre Rechte verletzt

Die Mitarbeitervertretung sieht sich in ihren Mitbestimmungsrechten verletzt, zumal auch im Einkauf umfassende und nicht abgestimmte Präsentationen über eine neue Organisationsstruktur vorgestellt worden seien. „Es verdichten sich die Hinweise, dass die nächste Stellantis-Reorganisation nicht nur bevorsteht, sondern teilweise in Bereichen schon rechtswidrig ohne vorherige Information, Beratung und Verhandlung mit der Arbeitnehmervertretung umgesetzt werden soll“, heißt es in dem Info-Schreiben. Rechtliche Schritte seien eingeleitet.

In der vergangenen Woche waren Stellantis-Pläne bekannt geworden, die beiden Produktionswerke Rüsselsheim und Eisenach aus der Opel Automobile GmbH herauszulösen. Für den 29. Oktober hat die IG Metall Protestaktionen angekündigt. (esa/dpa)

Erst kürzlich wurden Pläne bekannt, dass Opel in Rüsselsheim das Adam-Opel-Haus verlassen will.

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