Den Wipfeln so nah: Die Gebäudekomplexe von "Wohnen am Verna-Park" - rechts der bereits vermietete Bauabschnitt mit Klinkerfassade, links der sich in der Fertigstellung befindliche neue Bauabschnitt - fügen sich ineinander ein. FOTO: STELLA LORENZ
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Den Wipfeln so nah: Die Gebäudekomplexe von "Wohnen am Verna-Park" - rechts der bereits vermietete Bauabschnitt mit Klinkerfassade, links der sich in der Fertigstellung befindliche neue Bauabschnitt - fügen sich ineinander ein. FOTO: STELLA LORENZ

Wohnen am Verna-Park

Rüsselsheim: Der Park ist nur einen Steinwurf entfernt

  • Stella Lorenz
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Gewobau stellt bald die Wohnanlage in der Frankfurter Straße fertig

Rüsselsheim-Wer dieser Tage die Frankfurter Straße in Richtung Innenstadt entlangfährt oder -geht, kann nicht nur den Fortschritt des Karstadt-Gebäudeabrisses sehen, sondern auch ein weiteres Bauprojekt in der Frankfurter Straße 39, direkt gegenüber vom Verna-Park. Zwei neue Gebäude hat die Gewobau hier errichtet, ein weiteres Bestandsgebäude wird parallel dazu saniert.

16 neue Wohneinheiten

Der neue Anlagenteil - insgesamt umfasst er 16 Wohneinheiten - gliedert sich optisch harmonisch in den angrenzenden, ebenfalls noch recht neuen Wohnkomplex der Frankfurter Straße 41, Taunusstraße 11 und Waldstraße 30 ein, obwohl unterschiedliche Architekten dafür verantwortlich zeichnen. Die Gebäude mit der ungewöhnlichen Klinkerfassade stammen von einem Münchner Architekturbüro, während die zwei neuen, in gedämpftem Weiß gehaltenen Mehrfamilienhäuser in Kelsterbach entworfen wurden.

Mit den neuen Gebäuden, so Gewobau-Geschäftsführer Torsten Regenstein, wolle man "Synergien nutzen". So befinden sich Stellplätze in der Tiefgarage unter dem benachbarten Wohnkomplex; außerdem erfolgt die Beheizung über ein Blockheizkraftwerk, das alle zehn Häuser der Anlage "Wohnen am Vernapark" versorgt.

Für die Umsetzung habe man sich viele Gedanke gemacht, so Gewobau-Prokurist Thomas Steininger. "Wir wollten keine 08/15-Lösung." Herausgekommen sind maßgeschneiderte Wohnungen, die Projektleiterin Anastasia Khemiri bei der Begehung zeigt. In den zwei neuesten Gebäuden werden 13 Ein-, Zwei- und Dreizimmerwohnungen gerade fertiggestellt, fast alle sind unterschiedlich geschnitten. "Wir haben barrierearm geplant", sagt Khemiri und zeigt das ebenerdige Bad in einer der Wohnungen im Erdgeschoss, deren Terrassen sich direkt zu einem neuen Spielplatz öffnen.

Jede Menge Grün fürs Auge

Obwohl auf dem Gelände verhältnismäßig viele Häuser stehen - "Statt zwei bis drei Familien können hier jetzt 100 bis 120 Menschen wohnen", betont Regenstein -, ist eine Menge Grün von den Wohnungen aus zu sehen. Wer Glück hat, kann sowohl Stadtkirche als auch St.-Georg betrachten.

In den Dachgeschosswohnungen seien außerdem die Decken bewusst offengehalten worden, sagt Khemiri. Eine leichte Schräge lässt sich erkennen, aber die Decken sind hoch, es bleibt viel Spielraum.

Von den insgesamt 66 Wohnungen des gesamten Komplexes sind bereits 57 vermietet. 1386 Interessenten habe es bisher für alle Wohnungen gegeben, 220 Besichtigungen fanden statt. Die Mietpreise liegen zwischen 10,50 und 11 Euro. Neben Rüsselsheimern und Personen aus der Region seien vor allem viele PSA-Mitarbeiter aus Köln eingezogen, so Regenstein.

In den derzeitigen Neubau und die Modernisierung des Bestandsgebäudes wurden 2 459 000 Euro investiert - knapp zwei Prozent mehr als vorgesehen. "Eine Punktlandung", findet Torsten Regenstein. Insgesamt belaufen sich die Investitionskosten auf etwa 13 Millionen Euro. Bezugsfertig sollen die zwei neuen Gebäude Anfang August sein, das Bestandsgebäude kann voraussichtlich ab Anfang September bezogen werden.

Die Gewobau zeige sich "sehr stolz" auf das Projekt, sagt Regenstein. Die "angemessene, maßvolle Verdichtung" sorge für mehr Wohnraum. Außerdem habe man "städtebaulich einen Mehrwert geschaffen", ergänzt Steininger. Stella Lorenz

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