Mathe

Der Rüsselsheimer Achtklässler David Schmitz gewinnt Olympiade

Auf den ersten Blick ist er ein ganz normaler Neuntklässler. Doch wenn man sich mit ihm über seine Leistungen in Mathematik unterhält, wird klar, David Schmitz hat etwas mehr auf dem Kasten als seine Mitschüler auf dem Gymnasium. Der Jugendliche hat mal eben die Goldmedaille bei der Mathe-Olympiade geholt.

Der Stolz steht David Schmitz ins Gesicht geschrieben. Gerade hat ihn der stellvertretende Schulleiter des Neuen Gymnasiums, Matthias Lein, von Fachbereichsleiter Rene Reinhold über den schulweiten Lautsprecher ausrufen lassen. „Wir möchten David Schmitz bitten, in das Büro des Schulleiters zu kommen. Er hat die Schulgemeinschaft ehrenhaft bei der Bundesrunde der Mathematik Olympiade vertreten und Gold gewonnen. Die Schulgemeinschaft beglückwünscht ihn zu diesem Erfolg sehr“, sagt Reinhold durch den Lautsprecher.

„Das haben nun alle Schüler gehört“, freut sich Matthias Lein und gibt zu, David sei der erste Schüler des Gymnasiums, der es in dem Mathematik Wettbewerb so weit geschafft habe.

Wenige Minuten später steht David Schmitz in Leins Büro. Zwar versucht er cool zu wirken, doch die Freude über die Auszeichnung ist ihm anzusehen. Neben der Goldmedaille der Olympiade erhält der Schüler auch ein Glückwunschschreiben vom hessischen Kultusministers Alexander Lorz (CDU). Um in die Bundesrunde zu kommen, musste David Schmitz zunächst mit seinen Leistungen in der Regionalausscheidung und in der Hessenrunde überzeugen. Wirklich darauf vorbereitet habe er sich nicht, sagt er spitzbübisch. „Ich habe, nachdem ich die Aufgaben der Regionalrunde gelöst hatte, auch gar nicht gedacht, dass ich weiter bin“, gibt der Jugendliche ehrlich zu. Auch in der Hessenrunde sei er sich nicht sicher gewesen, ob seine Leistungen ausreichend gewesen seien. Vor der Bundesausscheidung habe er dann jedoch ein Seminar besucht. „Da haben sie uns über Strategien zum Lösen der Aufgaben informiert“, erzählt David.

Einen Stapel mit etwa 200 Informationsblättern zum Wettbewerb, die er ebenfalls bekam, habe er sich allerdings nicht angesehen, so der Junge. Trotzdem habe er sich schon vorgenommen, in der bundesweiten Endrunde mindestens Bronze zu holen.

„Ich habe dann die Aufgaben einfach gelöst“, berichtet David und klingt, als sei es ein Spaziergang gewesen. Dass er dabei den ersten Platz belegen würde, habe ihn dann schon überrascht. Während David grundsätzlich in allen Schulfächern sehr gut sei, habe er augenscheinlich eine besondere Begabung in den Fächern Mathematik und Physik, sagt Matthias Lein. Der Mathematik Fachlehrer von David, Sebastian Fröhlich, fügt hinzu: „Ich habe ihm letztens ein paar alte Aufgaben aus meinem Mathe-Studium gegeben und er hat sie so problemlos gelöst, als wäre das für ihn eine Frühstückslektüre.“

Im kommenden Schuljahr wird David, der das G 8-Abitur anstrebt, in die Oberstufe kommen. Er werde dann natürlich Mathe und Physik als Neigungsfächer wählen, gibt der Jugendliche zu. Und auch später wolle er „irgendwas in dem Bereich“ studieren. Was genau, wisse er noch nicht.

„Wir hoffen, dass Du auch in der Oberstufe noch an anderen Wettbewerben teilnehmen wirst“, bittet Matthias Lein der Schüler. Natürlich wolle er keinen Druck aufbauen, doch David Schmitz sei ein ganz großes Talent, auf das die Schule sehr stolz sei.

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