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Im April wurde das Gemälde „Wir lieben das Marschieren“ von Hans Diebenschlag abgebaut und ging auf Reisen nach Dresden. Jetzt hängt es wieder im Rüsselsheimer Rathaus.

Historischer Sitzungssaal des Rathauses

Diebschlag-Gemälde kehrt an seinen Platz zurück

Das Kunstwerk "Wir lieben das Marschieren" von Hans Diebschlag war an das Militärhistorische Museum der Bundeswehr verliehen. Nun kehrt es an seinen angestammten Platz im Rüsselsheimer Rathaus zurück.

Das Kunstwerk „Wir lieben das Marschieren“ von Hans Diebschlag kehrt nach der Entleihung an das Militärhistorische Museum der Bundeswehr (MHM) in Dresden an seinen angestammten Platz in der Stadt Rüsselsheim zurück. Das dreiteilige, 5,13 Meter breite und drei Meter hohe Ölgemälde wurde gestern im Laufe des Vormittags von den Kunstlogistikern der Firma DB Schenker-Art wieder im Historischen Sitzungssaal des Rathauses angebracht.

Entstanden ist das Gemälde während des Rüsselsheimer Kultursommers im Jahr 1992. Der 2014 gestorbene Künstler Hans Diebschlag, der seine Kindheit und Jugend in Rüsselsheim verbrachte, fertigte es im Dialog mit Bürgern in einem offenen Atelier in der Rüsselsheimer Parkschule an. Mit der Darstellung des Lynchmobs von 1944 als Karnevalsumzug, löste Hans Diebschlag eine breite gesellschaftliche Debatte in Rüsselsheim aus. Im MHM war das Gemälde bis Ende des vergangenen Jahres Bestandteil eines Ausstellungsprojekts zum Thema „Männlicher Krieg – Weiblicher Frieden? Gewalt und Geschlecht“.

„Ich freue mich, dass das Gemälde wieder wohlbehalten im Rüsselsheim Rathaus angekommen ist“, sagt Bürgermeister und Kulturdezernent Dennis Grieser (Grüne). „Denn das Diebschlag-Bildnis ist ein wichtiges Zeugnis der Aufarbeitung einer dunklen Phase der Stadtgeschichte.“ red

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