+
Ein Schritt in die richtige Richtung: Max-Planck-Schulleiter Marc Rhein nimmt die 100 rot-weißen Thermobecher von Umweltministerin Priska Hinz entgegen.

Max-Planck-Gymnasium als

Wie Schüler mit Thermobechern die Umwelt retten

Schluss mit Plastikbechern: Umweltministerin Priska Hinz freut sich, das Max-Planck-Gymnasium als neuen Teilnehmer der Aktion „BecherBonus“ zu begrüßen.

„Für diesen Moment haben wir extra unsere Mensa umgebaut“, sagte Marc Rhein, Schulleiter des Max-Planck-Gymnasiums, im Scherz. Am Mittwoch übergab die hessische Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) anlässlich der Initiative „BecherBonus“ 100 Thermobecher im Namen der Hessen-Agentur an das Lehrerkollegium.

„Wegwerfbecher sind ein großes Problem. Mit Glück gelangen sie noch in die Mülltonne“, sagte Hinz. Das Thema liege ihr am Herzen, da es nicht nur die Umwelt, sondern auch jeden Menschen persönlich betreffe. „Das Plastik gelangt in den Boden, in die Gewässer und schließlich in den Fisch, der auf unseren Tellern liegt.“

Tonnenweise Müll

Wenn man sich morgens vor der Arbeit noch hastig einen Kaffee vom Lieblingsbäcker bestelle, austrinke und den Einwegbecher wegwerfe, bleibe einem kaum Zeit, sich darüber Gedanken zu machen. Tatsächlich sei die Müllmenge, die jeder einzelne Mensch produziere, erschreckender als erwartet: Etwa 2,8 Milliarden Becher werden nach Schätzungen der Deutschen Umwelthilfe pro Jahr verbraucht.

Um dieser Verschwendung entgegenzuwirken, erklärten sich bundesweit bereits mehr als 4000 Filialen verschiedenster Unternehmen bereit, einen Preisnachlass von etwa 10 bis 30 Cent für Kunden, die ihren eigenen Mehrwegbecher mitbringen, zu gewähren. Auch in der schuleigenen Mensa gibt es künftig einen Nachlass von 20 Cent für alle, die ihre Becher selbst mitbringen.

Lehrer als Vorbilder

„Das alles haben wir Herrn Seifert zu verdanken“, betonte Marc Rhein. Durch das Engagement des Lehrers fand die Veranstaltung in der erst 2018 eingeweihten Mensa statt. Auch Bürgermeister Dennis Grieser (Grüne) war gekommen.

Zukünftig sollen nun auch die Schüler durch Schulwettbewerbe Thermobecher gewinnen können. Immerhin sollten die Lehrer ihre Vorbildfunktion erfüllen und das Umweltbewusstsein der Schüler stärken, so der Konsens. Noch seien die Planungen für die Wettbewerbe nicht konkret, sagte Marc Rhein.

Doch mit dem neuen „BecherBonus“-Aufkleber an der Wand der Mensa gehe das Max-Planck-Gymnasium einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare