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Hoppla: Moderator Kai Völker weicht Felix Keitel aus, der mit seiner Trial-Vorführung die Sportlerehrung auflockert.

Ehrung

Rüsselsheims beste Athleten im Stadttheater ausgezeichnet

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Stadt und Sportbund haben die erfolgreichsten Rüsselsheimer Sportler des Jahres 2018 geehrt, begleitet von einem abwechslungsreichen Showprogramm. Durch den Abend führte ein aufgeräumtes Moderatoren-Duo.

Es ist eine besondere Herausforderung, die Leistungen der Mannschaft des Jahres vorzulesen: Double Dutch Speed Relay, Single Rope Pair Freestyle, Double Dutch Single Freestyle und noch eine Reihe weiterer Disziplinen. Anette Tettenborn vom Fachbereich Sport und Ehrenamt gelang es mühelos, das alles vorzutragen. „Fast wie Evelyn Hamann“, lobt Kai Völker vom Hessischen Rundfunk in Anspielung an den Loriot-Sketch, in dem eine englische Krimiserie angesagt wird.

Tettenborn und Völker führen souverän mit viel Witz und ein paar gegenseitigen Foppereien durchs Programm im Stadttheater, wo am Freitagabend fast 140 Sportler geehrt wurden. Sie alle haben im vergangenen Jahr besondere Leistungen vollbracht und Titel bei Meisterschaften geholt. „Sie sind die Botschafter der Stadt Rüsselsheim, sagt Oberbürgermeister Udo Bausch, der gemeinsam mit Stadtverordnetenvorsteher Jens Grode auf der Bühne viele Hände schüttelt.

Dank fürs Ehrenamt

In vier Blöcken werden die Ehrenurkunden überreicht. Kraftsportler, Bogenschützen, Judoka, Motorsportler und Radballer werden ausgezeichnet. Geehrt werden Ruderer, Schützen, Rope-Skipper, Segler und Hockeyspielerinne. Schwimmer, Snooker- und Tischtennisspieler sind ebenso dabei wie Volleyballer, Kegler, Schützen, Petanque-Spieler und eine Schautänzerin. Manche von ihnen bekommen obendrein den Silbernen Lorbeerzweig, die höchste Auszeichnung, die Rüsselsheim im Sport zu vergeben hat.

Den Ehrenbrief für aktive und zusätzlich viele Jahre ehrenamtliche Tätigkeit bekommen dieses Mal Albert Hohmeier, Erwin Kruppi und Parwis Fahimi von der SG Eintracht. Fahimi lebte bis zu seinem elften Lebensjahr in Teheran und kam als Jugendlicher zur SG. Heute leitet er die Fußballabteilung. „Ich habe so viele schöne Sachen im Verein erlebt, da muss man auch mal was zurückgeben“, sagt er. Den Preis des Stadtverordnetenvorstehers bekommt Jessica Trommer. Jens Grode überreicht der Torhüterin im Powerchair-Hockey bei den Black Knights Dreieich einen Rüsselsheim-Ring mit besonderer Gravur.

Neues Konzept

Zwischen den Ehrungen erfahren die rund 200 Zuschauer im Theater eine Menge: Bogenschießen ist ein guter Sport, um abzuschalten, erzählt Ingo Zumbroich. Oberbürgermeister und Stadtverordnetenvorsteher bekommen keinen Palstek hin, obwohl die Segler ihnen den Knoten vormachen. Judo-Anzüge müssen nicht gebügelt werden, sagt Hessenmeister Nils Faßmann. Und der Sportbund arbeitet an einem veränderten Konzept für die Sportlerehrung, berichtet dessen Vorsitzender Peter Kreuzer.

Sportlerin des Jahres wird Sonja Stefanie Krüger, die viele Titel im Kraftsport errungen hat. Zum Seniorensportler wurde der Ruderer Lutz Beyer gewählt, Sportler des Jahres ist Eduard Trippel, der sich Hoffnungen auf die Olympia-Teilnahme im kommenden Jahr in Tokio macht. Er ist derzeit auf Trainingstour in Asien, und grüßt per Videobotschaft aus Südkorea.

Mannschaft des Jahres sind die Herren der Rope-Skipping-Abteilung der TG Rüsselsheim. Warum sie – wie in der Moderation angedeutet – das Duschen in Shanghai noch lernen müssen, will Team-Mitglied Sebastian Deeg auf der Bühne nicht verraten. Dazu bleibt beim anschließenden Imbiss und Umtrunk im Theaterfoyer noch genügend Gelegenheit.

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