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Literatur

Rund 20 Schulen sind bei den 33. Lesewochen beteiligt

Zum 33. Mal finden in Rüsselsheim die Lesewochen des Vereins Lesen und lesen lassen statt. Zwei Wochen lang gibt es Veranstaltungen in Schulen sowie in der Stadtbücherei.

Zwei Nachrichten von der Frankfurter Buchmesse haben beim Verein Lesen und lesen lassen dieses Jahr für Aufmerksamkeit gesorgt. Während die auf 6,4 Millionen zurückgegangene Zahl der Buchkäufer in Deutschland eher besorgniserregend ist, verbreitet die andere Nachricht Freude: Buchmessenleiter Jürgen Boos sieht ein wachsendes Interesse an Begegnungen mit Autoren auf der Messe. Der Ticketverkauf – vor allem das Familienticket am Wochenende – sei um 43 Prozent gestiegen.

Ehrenamtler organisieren

Für den Verein bedeute das im Grunde „eine Bestätigung des Ansatzes, den unser Verein seit vielen Jahren verfolgt“, so die Vorsitzende Maria Roos. „Literaturvermittlung funktioniert besonders gut durch die persönlichen Begegnungen mit den Autoren“, sagt sie. Das soll daher in den 33. Rüsselsheimer Lesewochen, die vom 12. bis 23. November stattfinden, erneut bewiesen werden. Die ausschließlich ehrenamtlich durchgeführten organisatorischen Arbeiten befinden sich in der „heißen Phase“. Die beteiligten Schulen haben insgesamt 74 Autorentermine, darunter 9 Schreibwerkstätten, angemeldet.

Es lesen: Gabriele Beyerlein, Aygen-Sibel Celik, Nevfel Cumart, Julia Breitenöder, Ursula Flacke, Martin Klein, Bettina Obrecht, Nikola Huppertz, Hans-Jürgen Feldhaus, Jens Schumacher, Anne Voorhoeve und erstmals Iris Lemanczyk. Die Lesungen werden im Unterricht vor- und nachbereitet und passen häufig zu dem gerade durchgenommenen Unterrichtsthema.

Die in 2018 beteiligten Schulen sind die Albrecht-Dürer-Schule, die Alexander-von-Humboldt-Schule, die Borngrabenschule, die Eichgrundschule, die Friedrich-Ebert-Schule, die Georg-Büchner-Schule, die Gerhart-Hauptmann-Schule, die Grundschule Hasengrund, die Helen-Keller-Schule, die Immanuel-Kant-Schule, die Max-Planck-Schule, die Otto-Hahn-Schule, die Schillerschule, die Sophie-Opel-Schule, das Neue Gymnasium, die Grundschule Nauheim sowie die IGS Mainspitze Ginsheim, die IGS Kelsterbach und die Wilhelm-Arnoul-Schule in Walldorf.

Ein Highlight im Schulalltag ist die seit über 13 Jahren vom Verein in Kooperation mit der Gewobau veranstaltete interkulturelle Schreibwerkstatt. Der Autor Nevfel Cumart leitet erfolgreich die Schülerinnen und Schüler zum kreativen Schreiben an.

Dieses Jahr freut sich eine achte Klasse der Immanuel-Kant-Schule auf den Workshop. Dazu kommen in Kooperation mit dem Schulträger weitere Schreibwerkstätten in Rüsselsheimer Schulen, unter anderem mit den Autorinnen Aygen-Sibel Celik und Ursula Flacke. Das traditionelle Erzählcafé am 21. November um 19.30 Uhr in der Stadtbücherei ist ein weiteres Highlight der diesjährigen Lesewochen. Sieben Autoren (Gabriele Beyerlein, Nevfel Cumart, Hans-Jürgen Feldhaus, Nikola Huppertz, Martin Klein, Bettina Obrecht und Anne Voorhoeve) sind mit einem Lesebeitrag beteiligt.

Weitere Autoren

Im Publikum werden weitere Autoren den Beiträgen ihrer Kollegen lauschen. Die Rüsselsheimer Buchhandlung Kapitel43 ist mit einem Büchertisch dabei. Die Rüsselsheimer Stadtbücherei begleitet die Lesewochen mit einer Ausstellung. Dass der Verein wichtige Arbeit leistet, wurde zuletzt Mitte Oktober gewürdigt.

Am 16. Oktober wurden die Rüsselsheimer Lesewochen in Neu-Isenburg beim Eprimo-Sponsoring-Wettbewerb 2018 ausgezeichnet. Dieser Wettbewerb belohnt Engagement, das dem Erhalt von Kultur, Umwelt und sozialen Angeboten zugutekommt.

Der Verein belegte in der Sparte Kultur den 2. Platz und erhielt ein Preisgeld in Höhe von 1350 Euro – der Betrag, sowie der bei verschiedenen Veranstaltungen durch Kuchenverkauf eingenommene Ertrag kommt der Lesungsplanung und den Lesewochen zugute. „Die Veranstaltung wird letztendlich nur durch die Unterstützung von zahlreichen Sponsoren und Helfern möglich“, sagt Maria Roos.

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