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Jugendforum

Sanierung von Sportplätzen und Graffiti-Projekte werden in Angriff genommen

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Das Jugendforum hat jungen Menschen die Möglichkeit gegeben, der Stadtpolitik zu sagen, was sie sich wünschen. Ein paar Monate später ist manches schon umgesetzt worden.

Wo drückt in der Stadt der Schuh? Beim Jugendforum im Rathaus haben Ende Oktober vergangenen Jahres etwa 50 junge Menschen Kritik geübt und ihre Wünsche vorgetragen. Rede und Antwort standen ihnen unter anderem Oberbürgermeister Udo Bausch (parteilos) und Bürgermeister Dennis Grieser (Grüne).

In der kommenden Sitzungsrunde beschäftigt sich nun die Stadtverordnetenversammlung mit der Auswertung der Veranstaltung. So benötigt der Magistrat die Zustimmung der Stadtverordneten für die von den Jugendlichen gewünschte Neugestaltung des Schulhofs an der Alexander-von-Humboldt-Schule. Schüler beschrieben beim Jugendforum, dass im Zuge der dortigen Bauarbeiten die Situation sehr beengt sei. Sie wünschten sich mehr Platz, indem Büsche auf dem Gelände entfernt werden. Ebenso wünschten sie sich auf dem verbleibenden Gelände Sitzgelegenheiten und einen neuen Fußballplatz, beziehungsweise perspektivisch einen Multifunktionsplatz. Der städtische Fachbereich Umwelt und Planung hält die Umgestaltung des Schulhofs grundsätzlich für möglich. Voraussetzung seien jedoch entsprechende Haushaltsmittel. Was den Fußballplatz anbelangt, so habe dort zunächst die Reparatur des Bodenbelags Priorität.

Für eine neue Treppe im Kinderbereich des Freizeithauses Dicker Busch will der Magistrat sich ebenfalls die Zustimmung des Stadtparlaments holen. Kinder, die regelmäßig den offenen Kindertreff im Freizeithaus Dicker Busch besuchen, wünschten sich beim Jugendforum, dass der Kletterturm im Kinderbereich wieder zum Spielen geöffnet wird. Die höhergelegte Spielebene innerhalb dieses Bereichs darf aktuell aufgrund von Sicherheitsproblemen nicht genutzt werden.

Inzwischen sei der Fachbereich Gebäudewirtschaft beauftragt worden, Möglichkeiten für eine sichere Nutzung des Kletterturms zu prüfen. Die Kosten für die Erneuerung des Zugangs über eine Treppe beliefen sich nach einer ersten Schätzung auf 4000 Euro. Der Einbau einer Treppe hätte jedoch zur Folge, dass Spielfläche verloren geht. Deshalb solle abgewogen werden, was gewinnbringender für die Kinder ist. Notwendige Mittel müssten für den Haushalt 2019 nachgemeldet werden.

Darüber hinaus hat der Magistrat bereits auf eine Reihe weiterer Anregungen aus dem Jugendforum reagiert. Hier eine Auswahl:

Mädchen, die den Jugendtreff Königstädten regelmäßig besuchen, wünschten sich unter anderem einmal in der Woche eine längere Öffnungszeit, einmal im Monat die Öffnung am Samstag und, dass sie die Räume des Jugendtreffs für Feiern mieten können. Probeweise ist dies laut Magistrat nun vorerst für ein halbes Jahr möglich. Danach sollen die gesammelten Erfahrungen ausgewertet werden. Wochenendangebote werde es nun drei pro Halbjahr geben. Die Öffnungszeiten würden einmal pro Woche nach hinten verschoben. Dienstag sei künftig von 18 bis 21 Uhr geöffnet, statt wie bisher von 17 bis 20 Uhr.

Zwei Graffitikünstler, die auch Workshops geben, wiesen während des Jugendforums auf einen Mangel an Freiflächen zum Sprayen hin. Als mögliche Orte, an denen das künftig geschehen könnte, nannten sie etwa die Fassaden der Rüsselsheimer Schulen. Die Jugendförderung hat laut Magistrat inzwischen alle Rüsselsheimer Schulen angeschrieben und gebeten, mit ihren Schulgemeinden abzustimmen, ob es Interesse an Graffiti-Projekten gibt. Einige Schulen hättenen bislang konkretes Interesse geäußert. Mit diesen werde momentan die Umsetzung erörtert. Voraussichtlich im ersten Quartal dieses Jahres starte das erste Projekt.

Jugendliche aus dem Dicken Busch haben sich die Renovierung des Fußballplatzes an der

Albrecht-Dürer-Schule gewünscht. Hier geht es besonders um die Erneuerung des Bodens und der Tore sowie um die Einrichtung eines Ballfangnetzes. Da auf dem Gelände der Albrecht-Dürer-Schule ein Kita-Neubau geplant ist, sind dem Fachbereich Umwelt und Planung zufolge in diesem Zusammenhang auch die Umsetzung der Tore und weitere Schritte vorgesehen.

Besucher des Jugendtreffs „Auszeit“ im Berliner Viertel, beklagten den Zustand der Außenanlage an der Goetheschule, insbesondere des Streetballplatzes. Der Boden ist dort halb mit Asphalt, halb mit Rasen belegt, es fehlen Lampen, Linien und ein Auffangzaun. Darüber hinaus sollten die Büsche zurück geschnitten werden und Glasscherben entfernt werden. Für einen angenehmeren Aufenthalt wünschen sich die Nutzer zudem Bänke. Laut Fachbereich Umwelt und Planung werden während des Baus der provisorischen Kita in der Danziger Anlage verschiedene kleinere Maßnahmen dort umgesetzt, die Abstimmung laufe über das Stadtteilmanagement. Die Glasscherben seien bereits entfernt worden. Der Rückschnitt der Büsche folge mit den saisonalen Grünpflegearbeiten.

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