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Boukayeo statt Schäfer-Gümbel: Jan Böhmermann gestaltet in seiner Sendung die Parteispitze der SPD. Gast Katharina Barley, Spitzenkandidatin bei der Europawahl, nimmt’s mit Humor.

Vorsitzende der Rüsselsheimer SPD-Fraktion

Satiriker Jan Böhmermann bastelt in Sendung neue SPD-Spitze und bringt Sanaa Boukayeo ins Spiel

Kann Sanaa Boukayeo die SPD retten? Das zumindest hat der Satiriker Jan Böhmermann jüngst im Neo Magazin Royale mit einem Augenzwinkern angedeutet. Justizministern Katharina Barley, die dort zu Gast war, konnte mit dem Namen der Rüsselsheimer Lokalpolitikerin allerdings nichts anfangen.

Rüsselsheim - Der Satiriker Jan Böhmermann ist dafür bekannt, dass es in seiner Fernsehsendung, dem Neo Magazin Royale, mitunter nicht nur witzig, sondern auch ziemlich politisch zugeht.

So sind auch die Gäste oftmals ranghohe Politiker. In die jüngste Ausgabe, die am Donnerstag bei ZDF Neo ausgestrahlt wurde, kam Katharina Barley, Bundesjustizministerin und Spitzenkandidatin der SPD für die Europawahl.

Nachdem die eigentliche Sendung vorbei war, blieb Barley noch für einen Beitrag, der im Internet auf der Videoplattform Youtube abrufbar ist.

Schelmisches Spiel

Darin zu sehen ist, wie Böhmermann und Barley vor einer Tafel stehen, an der Bilder der Mitglieder des geschäftsführenden SPD-Vorstands angebracht sind. Darunter steht ein Papierkorb mit dem ironischen Schriftzug „Arbeitskreis Zukunft“.

Das schelmische Spiel, das nun folgt, geht so: Böhmermann lässt ein Mitglied der SPD-Parteispitze nach dem anderen in den sogenannten Arbeitskreis fallen. An die Vorstandstafel kommen dafür frische Gesichter, die die Sozialdemokraten in Zukunft führen könnten.

Ganz vorne dabei: Sanaa Boukayeo, die Vorsitzende der SPD-Fraktion in der Rüsselsheimer Stadtverordnetenversammlung. Platz machen muss für sie, so will es Böhmermann, Thorsten Schäfer-Gümbel. Im „Arbeitskreis Zukunft“ könne der gleich mal erklären, wie sich Wahlen gewinnen lassen, frotzelt Böhmermann in Anspielung auf die drei erfolglosen Anläufe des hessischen SPD-Chefs, Ministerpräsident zu werden.

Barley, die offenbar nicht so recht weiß, was sie von alledem halten soll, macht mit Blick auf das Spiel klar: „Da sage ich aber jetzt wirklich nichts zu.“ Auch hat sie den Namen Sanaa Boukayeo noch nie gehört. „Jetzt haben sie mich“, räumt die Ministerin ein.

Mit Augenzwinkern

Und was sagt Boukayeo selbst zu dem unverhofften Bekanntsheitsschub? „Ich war sehr überrascht“, äußert sie sich auf Nachfrage dieser Zeitung. Eine Freundin habe sie auf das Video aufmerksam gemacht. Sie frage sich, wie die „Recherche gelaufen ist“ und nach welchen Kriterien sie ausgewählt wurde. Dass Barley ihren Namen nicht wusste, ist für sie kein Problem: „Ich kann es ihr nachsehen, dass sie nicht jeden Kommunalpolitiker kennt.“ Überhaupt müsse die ganze Sache mit einem Augenzwinkern gesehen werden.

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