Hoch die Schwerter: Bereits im vergangenen Jahr erfreuten sich viele Rüsselsheimer auf dem Hof der Festung über die Einblicke in den mittelalterlichen Alltag. Die Darsteller-Gruppe kommt im März erneut in die Opel-Stadt.
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Hoch die Schwerter: Bereits im vergangenen Jahr erfreuten sich viele Rüsselsheimer auf dem Hof der Festung über die Einblicke in den mittelalterlichen Alltag. Die Darsteller-Gruppe kommt im März erneut in die Opel-Stadt.

Stadtmuseum

Scharfes Programm in der Festung

Rund 19 000 Besucher zählte das Stadt- und Industriemuseum im vergangenen Jahr. Ein gutes Ergebnis. Doch die Kuratoren ruhen sich nicht auf den Lorbeeren aus.

Da kommt ganz schön was auf die Rüsselsheimer Kultur-Interessierten zugerollt: Das Stadt- und Industrie-Museum hat just sein umfangreiches und teils innovatives Programm für die nächsten Monate vorgestellt. Ein Programm, das vor Selbstbewusstsein strotzt, schließlich sind Museums-Chefin Dr. Bärbel Maul und ihr Team mit dem Ergebnis des vergangenen Jahres sehr zufrieden: „Etwa 19 000 Besucher hatten wir im vergangenen Jahr“, so Bärbel Maul. „Mit einem Museum unserer Größe und Lage können wir sehr zufrieden sein.“ Familien, Schulklassen und auch Touristen besuchen das Museum, doch wolle man die Daten in Zukunft genauer auswerten und die Besucherforschung forcieren.

Das Rüsselsheimer Museum setzt nicht auf Eventisierung, sondern auf kulturelle Bildung: „Die Menschen wollen zunehmend eine Erlebniswelt, das nehmen wir deutlich wahr“, so Bärbel Maul. Doch entspreche das nicht der Philosophie des Museums. In Rüsselsheim setzt man viel mehr auf Austausch zwischen Akteur und Besucher. Das spiegelt sich auch in vielen Veranstaltungen, die das Museum in den nächsten Monaten plant.

So startet etwa am Donnerstag, 1. März, die Reihe „Atelier zu Besuch“, eine Kooperation mit dem Rüsselsheimer Kunstverein. „Es wird ein mehr oder weniger privates Gespräch über aktuelle Werke aus dem Besitz des Künstlers geben“, kündigt Bärbel Maul an. Den Anfang macht die in Rüsselsheim und Berlin beheimatete Künstlerin Martina Altschäfer. „Es wird nur etwa Platz für 20 Besucher geben“, sagt die Museums-Chefin. „Es lohnt sich, frühzeitig Tickets zu besorgen.“ Die Künstler Bea Emsbach (25. April) und Hans Pfrommer (6. September) beteiligen sich ebenfalls an der Reihe.

Die Kuratoren freuen sich auf Sonntag, 4. März: Bereits im vergangenen Jahr zeigten Darsteller aus der Wetterau Handwerkstechniken aus dem Mittelalter. Die Truppe kommt nun erneut nach Rüsselsheim, um Ausrüstungen auszustellen und über Mode im Mittelalter zu sprechen. „Das ist nicht mit einem Mittelaltermarkt zu verwechseln“, sagt Bärbel Maul.

Am Sonntag, 13. Mai, heißt es im Museum: „Vorsicht: Fund!“: Bei freiem Eintritt erfahren Besucher, wie ein Fund aus dem Erdreich ins Museum gelangt. Dazu wird es einen Workshop zum Töpferhandwerk geben.

Eine gewisse Aufregung gibt es im Museum, mit „Gib Stoff“ kündigt sich die erste eigene Mitmach-Ausstellung an: Ab Samstag, 1. September, werden „Stofftüftler und Fadenforscher“ im Museum über Textilgeschichte informiert, zudem kann man sich am Weben, Stricken oder Knüpfen ausprobieren. „Rüsselsheim hat durchaus eine interessante Textilgeschichte“, sagt Bärbel Maul. Schließlich habe etwa Opel mit der Produktion von Nähmaschinen seine Firma zum Laufen gebracht. Die Ausstellung wird bis zum 31. März 2019 laufen.

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