Rosie Horneck aus Bischofsheim (links) kauft am Stand von Gerlinde Beisiegel Dekoschmuck für das Osterfest.
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Rosie Horneck aus Bischofsheim (links) kauft am Stand von Gerlinde Beisiegel Dekoschmuck für das Osterfest.

Ostermarkt in Ginsheim

Schmuck aus der Kaffeemaschine

Ostern ist nicht mehr lange hin. Auf dem 13. Ostermarkt im Ginsheimer Museum gab es für aufmerksame Besucher neben traditioneller Osterdekoration auch Kurioses zu entdecken.

Richtig heimelig war die Atmosphäre beim 13. Ostermarkt im Museum von Ginsheim. Es fühlte sich fast an, als sei man ins 19. Jahrhundert versetzt und bei Tante Käte zum Kaffee eingeladen worden. Die rustikal historische Ausstattung bot den Ständen der zehn Aussteller – alles Hobbykünstler aus der Region – den perfekten Hintergrund.

Im oberen Stockwerk befand sich der Stand der Mainzer Designerin Sabine Mekky. Beim Betreten des Raums fiel der erste Blick auf ein umfangreiches Angebot an kreativ gestaltetem Schuck. Doch bei genauerem Hinsehen gab es eine kleine Überraschung. „Ich stelle unter anderem Schmuck aus alten Nespresso-Kapseln her“, sagte die Hobbykünstlerin. Beim sogenannten „Upcycling“ presse sie die Kapseln zusammen, dekoriere sie individuell mit Perlen oder Swarovski-Steinen und stelle so originellen Schmuck her, bei dem jedes Teil ein Unikat sei, erklärte Mekky. Die Künstlerin bot lange und kurze Ketten, opulente Ringe und passende Armbänder zum Verkauf an. Auch gab es zudem Ringe, Ketten und Armbänder im Set. Das Ganze nennt Sabine Mekky schlicht „Nespressoschmuck“.

Rund ums Ei

Organisiert wurde der Ostermarkt, wie in den Jahren zuvor auch, von Gerlinde Beisiegel, die sich als Beisitzerin im Museumsverein engagiert. Beisiegel ist selbst ebenfalls passionierte Hobbykünstlerin und stellt Karten, Döschen, Gläser, Kästchen und im Frühling eben Osterdekoartikel her. Dabei hat sie sich vor allem auf bemalte und mit Halbperlen und Schmucksteinen dekorierte Eier spezialisiert. „Ich verwende richtige Eier“, sagte Gerlinde Beisiegel. Dabei nutze sie jedoch nicht nur Hühner-, sondern auch Straußen-, Puten- und Gänseeier. Auf die größeren Exemplare malt sie mit Acrylfarben beeindruckende Fantasielandschaften, die an einem Urlaub in den Bergen erinnern. Eine kleine Auswahl an Plastikeiern hatte sie ebenfalls im Angebot. „Die sind etwas wetterbeständiger und gut, wenn man im Garten einen Strauch dekorieren möchte“, erklärte die Künstlerin. Im Herbst bemale sie zudem Kürbisse, und im Winter stelle sie Weihnachtskugeln her, so Beisiegel.

Rosie Horneck war extra aus Bischofsheim zum Ginsheimer Ostermarkt gekommen und fand sogleich ihren Weg zu Gerlinde Beisiegel, wo sie einige Dekoeier einkaufte. „Hier findet man viele Sachen, die außergewöhnlich sind. Aus diesem Grund besuche ich den Ostermarkt fast jedes Jahr“, erzählte die Bischofsheimerin. Sie kaufe immer das eine oder andere Osteraccessoire für Zuhause, denn „dekorieren muss vor dem Osterfest auf jeden Fall sein“.

Auf dem Ostermarkt konnte nicht nur gestöbert und die ein oder andere Kleinigkeit erworben werden. Die Besucher hatten an beiden Tagen die Möglichkeit, Einblicke in die Handwerkskunst des Klöppelns, der Stick- oder Strickkunst zu bekommen. Zur Stärkung gab es für die Besucher des Markts im Erdgeschoss des Museums einen Stand mit selbst gebackenem Kuchen.

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