+
Ursula Pullmann, Lydia Wolf, Helga Helm und Ingrid Hench vom Flohmarktteam greifen tief in die Schatztruhe.

Flohmarkt

Schnäppchenjäger finden im Gemeindezentrum rund Tausend Artikel

Auch in diesem Jahr gibt es wieder die monatlichen Flohmärkte im Hof des katholischen Gemeindezentrums im Bischofsheimer Ortskern. Etliche Tausend Posten haben sich dort im Laufe der Jahre angesammelt.

Glücklicherweise müssen sie keine Inventur vornehmen. Denn wie viele einzelne Posten beim Hofflohmarkt der katholischen Gemeinde zum Verkauf stehen, das weiß selbst beim elfköpfigen Flohmarktteam keiner so genau. Einige Tausend dürften es sein. Auch in diesem Jahr dürfen sich Schnäppchenjäger einmal im Monat darauf freuen, unter all dem Krimskrams das eine oder andere Juwel herauszufischen.

Darf es ein gebrauchtes Kaffeeservice sein? Allein davon gibt es mehrere Dutzend: altmodisch, vornehm oder einfach nur zweckmäßig. Das gleiche gilt für Gläser: für Bier, für Wein, für Schnaps, mit Muster, ohne Muster. Und dazwischen hängt ein Kupferstich einer Ansicht des Mainzer Doms aus dem 18. Jahrhundert an der Wand. Daneben hängt ein Kleidchen – entweder für ein kleines Kind oder eine große Puppe. Und das knallgelbe Plastikseepferdchen offenbart erst beim zweiten Hinsehen, dass es sich um eine Lampe handelt.

Einmal im Monat hat der Hofflohmarkt in der Untergasse von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Dann können die Schnäppchenjäger in Ruhe stöbern, wobei sie sich angesichts einer alten Nähmaschine oder eines Röhrenfernsehers auch schon mal vorkommen dürften, als seien sie in ein Heimatmuseum geraten. Die Käufer kommen längst aus dem ganzen Landkreis, und den umliegenden Städten. „Mittlerweile haben wir auch sehr viele Flüchtlinge und Asylbewerber unter den Kunden“, berichtet Lydia Wolf vom Flohmarktteam.

„Angefangen hat es vor mehr als zehn Jahren mit zwei Tischen, die wir hier im Hof aufgestellt haben“, erinnert sie sich noch bestens. Der Erlös floss schon damals in den Erhalt des Gemeindezentrums. Seit 2010 findet der Flohmarkt in der Regel einmal im Monat statt, wenngleich es keine festen Termine gibt. In mittlerweile drei Räumen, darunter eine ehemalige Garage und die ehemalige Kegelbahn, wird alles aufbewahrt.

Allerdings macht sich das Flohmarktteam gerne die Mühe, an den Verkaufstagen weitere Stände im Hof aufzubauen – und abends wieder abzubauen. Zum Team gehören auch die sogenannten

„2000-Volt-Männer“

, die reparieren, was bei den technischen Geräten immer wieder vorkommt. Eine reichlich gedeckte Kaffeetafel rundet den Flohmarkt jedes mal ab.

Der Erlös fließt noch immer in das Gemeindezentrum. Die verkauften Artikel sind ausschließlich Spenden. Was Lydia Wolf bedauert: In einigen Jahren muss sich das Team vom Hofflohmarkt nach einem anderen Domizil umschauen. Denn das 1903 gebaute Gemeindezentrum samt seinem kleinen, aber feinen Adlersaal und seinem malerischen Innenhof soll verkauft werden. „Doch Gottes Mühlen mahlen langsam. Das wird wohl erst in etwa fünf Jahren der Fall sein“, können Lydia Wolf und das Flohmarktteam noch gut im voraus planen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare