Beim Tag der offenen Tür können Kinder und Eltern im Lichthof der Schule sich informieren und sich bei Geschicklichkeitsspielen selber ausprobieren.

Modernisierung

Die Humboldt-Schule freut sich nach der Sanierung auf modern ausgestattete Klassenzimmer

Ob 60-Minuten-Takt oder eine große Modernisierung des Gebäudes: Beim Tag der offenen Tür punktet die Alexander-von-Humboldt-Schule mit innovativen Neuerungen und einem besonderen Konzept bei den Besuchern.

„Wir haben einen 60-Minuten-Takt bei unseren Schulstunden. So ist der Unterricht montags, mittwochs und donnerstags bis 14.45 Uhr und dienstags bis 14.15 Uhr für alle Schüler verpflichtend“, sagt die Schulleiterin der Alexander-von-Humboldt-Schule, Renate Pilgenröther, am Samstag vor interessierten Eltern beim Tag der offenen Tür der IGS.

Das wäre in der Stadt ein Alleinstellungsmerkmal der Schule. Die Hausaufgaben würden so in zwei, in dem Zeitraum eingerichteten Lernzeiten unter Betreuung der Klassenlehrer gemacht. So hätten die Schüler nach dem Unterricht lediglich noch die Aufgabe, beispielsweise Vokabeln zu lernen oder Hausarbeiten zu schreiben. Es gebe an der Schule eine verbindliche Betreuung bis 15 Uhr und darüber hinaus ein AG-Angebot auf freiwilliger Basis.

Programm zur Förderung

„Zudem haben wir ein umfassendes Programm der Talentförderung. Die Menschen denken oft, das gehört nur an ein Gymnasium.

Doch wir sind da anderer Meinung“, stellt die Schulleiterin klar. Das Programm beginne direkt in Jahrgangsstufe 5. In diesem Jahrgang liege der Schwerpunkt zum Beispiel auf dem Fach Darstellendes Spiel. Lehrerin Bianca Heine betreut eine Theaterklasse. Sie erzählt: „Wir fördern so die Kreativität, den Teamgeist und das Selbstbewusstsein der Schüler. Das ist auch für Kinder mit kognitiven Problemstellungen eine tolle Kompetenzerfahrung.“

Spanisch und Sport

Die Kinder treten bei Weihnachtsfeiern der Schule vor ihren Eltern und Schulkameraden auf. Das sei dann der Lohn ihrer Arbeit und mache die Eltern sehr stolz. Auch beim Tag der offenen Tür stellt Heine mit ihrer Klasse exemplarisch, anhand eines kurzen szenischen Stücks, das Darstellende Spiel vor.

Aufbauend auf dem Darstellenden Spiel biete die Schule zudem eine Theater-AG an, so Renate Pilgenröther. In Bezug auf die Talentförderung sei dies noch lange nicht alles: „Es gibt eine Sportklasse, die Humboldtforscher im Bereich der Naturwissenschaften, unsere Schreibwerkstatt, die Mathe-Scouts und Angebote im Bereich der Sprachen. Seit drei Jahren bieten wir an der Schule neben Französisch auch Spanisch als zweite Fremdsprache an.“

Wichtig ist der Schulleiterin auch der Um- und Neubau der Schule. Am vergangenen Donnerstag fand dazu der erste Spatenstich neben dem alten Hauptgebäude statt, neben dem bis 2020 ein Neubau mit modernster Technik entstehen soll.

„Schon lange nötig“

„Das war schon lange nötig. Wir freuen uns sehr, dass es endlich so weit ist“, betont die Schulleiterin. Nach der Fertigstellung des Neubaus soll auch das alte Hauptgebäude saniert werden. „Wir können dann endlich Unterricht auf dem Stand der Neuzeit machen“, freut sich Renate Pilgenröther. Die Klassenzimmer würden dann mit Smartboards ausgestattet. Die Belüftungstechnik und der Schallschutz sei dann hypermodern. Die gesamte Schule werde barrierefrei.

Aktuell arbeite eine Lehrergruppe an einem neuen Medienkonzept. „Sobald wir die Technik dazu haben, möchten wir unsere Schüler noch umfassender im Bereich der Medienkompetenz unterrichten“, kündigt die Schulleiterin an.

Die Eltern und Kinder, die am Samstag den Tag der offenen Tür die Schule besuchen, erhalten die Gelegenheit, dem Unterricht in Form von Schnupperstunden beizuwohnen. Im sogenannten Lichthof, dem Foyer der Schule, informieren große Tafel über die Aktivitäten an der IGS. Lehrer beraten im Konferenzraum über Anmeldemöglichkeiten und Abschlüsse.

von DANIELA HAMANN

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